Erste Hilfe – Erkennen – Beurteilen – Handel

Erste Hilfe „Erkennen ● Beurteilen ● Handeln“ // 59 Knochenbrüche Verhalten Sie sich bei Verdacht auf Knochenbruch so, als läge ein Bruch tatsächlich vor. Der Verletzte sollte so wenig wie möglich bewegt werden. ● Gefahren sind die zusätzlichen Verletzungen von Organen, Ge- fäßen oder Nerven, die Durch- spießung der Haut durch Kno- chenteile, die Infektion eines offenen Bruches und eine Fett- embolie. Weiterhin kann durch einen Knochenbruch aufgrund des Blutverlustes und der Schmerzen ein Schock ausgelöst werden. ● Der betroffene Körperbereich sollte nicht unnötig bewegt werden. ● Stellen Sie den betroffenen Kör- perteil durch Lagerung oder Um- polsterung ruhig. ● Bei einem offenen Bruch muss die Wunde druck- und keimfrei bedeckt werden. Bei Brüchen im Beckenbereich sollten Sie dem Verletzten eine schonende Lagerung anbieten, ihn aber keinesfalls in eine bestimmte Position zwingen. Es empfiehlt sich, die Beine und die Bauchdecke durch das Unterschieben einer Decke im Kniebereich und durch eine leichte Oberkörperhochlage zu entspannen. ● Bei vorliegendem Schock treffen Sie die Schockmaßnahmen. Denken Sie daran! Keine Schocklage durchführen bei: ● Schädel-Hirn-Verletzungen ● Wirbelsäulen- und Beckenbrüchen ● Brüchen der unteren Extremitäten ● Veranlassen Sie einen Notruf. Man unterscheidet zwischen offenem und geschlossenem Knochenbruch. geschlossener Knochenbruch offener Knochenbruch Sichere Anzeichen sind: ● unnatürliche Lage ● unnatürliche Beweglichkeit ● Stufenbildung im Bruchbereich ● sichtbare Knochenenden Unsichere Anzeichen sind: ● Schmerzen ● Schwellung ● Bewegungsunfähigkeit ● Belastungsunfähigkeit

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