Schulspeisung hilft Träume zu erfüllen

 

„Das Essen in der Schule bringt mich meinem Traum näher, später mal Lehrerin zu werden. Ich bin sehr dankbar, dass wir hier jeden Tag ein warmes Mittagessen bekommen, denn ohne hätte ich es niemals geschafft, dem Unterricht so gut zu folgen wie jetzt.“ Suzanne Peter ist mit ihrer Familie aus dem südsudanesischen Bundesstaat Western Equatoria in die Stadt Wau geflohen, um sich vor dem Bürgerkrieg in Sicherheit zu bringen. Seit kurzem besucht sie dort die Schule und ist eins von mehr als 5.000 Kindern, die täglich von uns ein Essen in der Schule bekommen.

Ernährungssituation in den Flüchtlingslagern ist katastrophal

 „Bevor die Schulspeisungen begonnen haben, war es sehr schwer für mich, jeden Tag in die Schule zu kommen und mich zu konzentrieren. Wir bekommen zwar Essen zugeteilt von der Leitung des Flüchtlingslagers, in dem wir leben, aber das reicht nicht.“ Die Familien, die aus den vom Bürgerkrieg betroffenen Gebieten geflohen sind, bekommen momentan nur jeweils eine halbe Essensration. Eine ganz reicht allerdings gerade eben so aus, um den Kalorien- und Nährstoffbedarf eines Menschen zu decken. Doch Nahrungsmittel sind im Südsudan knapp, in vielen Teilen des Landes herrscht eine Hungersnot. Infolgedessen sind viele Erwachsene und Kinder mangel- und unterernährt.

Hunger lässt Leistungen in der Schule einbrechen

Für Suzanne gab es früher zwar ein kleines Frühstück vor der Schule, aber das hielt meisten nicht lange vor. „Nachdem wir den Weg in die Schule geschafft haben, war ich oft schon wieder hungrig. Manchmal ist mir schon in der ersten Stunde ganz schwarz vor Augen geworden. Ich konnte mich nicht konzentrieren oder beim Unterricht mitmachen. Meine Noten waren richtig schlecht. Das hat mich traurig gemacht, denn um Lehrerin zu werden, braucht man gute Noten, damit man studieren kann. Mein Traum ist in immer weitere Ferne gerückt. Zum Glück ist das jetzt anders!“

Schulessen fördert die Motivation und Leistung

Seitdem es jeden Tag Mittagessen in der Schule gibt, freut sich Suzanne auf die Schule. „Aber nicht nur wegen des Essens, auch, weil mit der Unterricht Spaß macht. Englisch ist mein Lieblingsfach und unsere Lehrerin ist mein großes Vorbild. Wenn ich erwachsen bin, will ich mal werden wie sie!“

Suzannes größte Motivation, ihren Traum wahrzumachen und Lehrerin zu werden, ist ihre Familie. „Meine Mama ist auf der Flucht hierher gestorben. Ich wohne mit meinen fünf Geschwistern bei meiner Oma.“ Suzannes Oma tut alles, um die Kinder durchzubringen. Sie arbeitet hart und versucht jeden Tag, sich etwas dazu zu verdienen, um die Kinder zu versorgen. „Ich will mal einen guten Beruf haben, damit ich meiner Oma und meinen Geschwistern helfen kann. Ich will mich eines Tages so um sie kümmern, wie sie sich jetzt um uns kümmert.“ 

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Projektinfos

Mädchen in der Schule im Südsudan

Wo: Südsudan
Was: Schulspeisungen

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Kinder essen Schulessen im Südsudan
© Fotograf/in: African Visuals Media
Mädchen holt sich ihre Portion Mittagessen in der Schule
© Fotograf/in: African Visuals Media
Flüchtlingskind aus dem Südsudan mit seiner Oma
© Fotograf/in: African Visuals Media