Cash-for-Work-Programm für Binnenflüchtlinge im Irak

Die autonome Region Kurdistan im Irak hat bisher mehr als 1 Million Binnenflüchtlinge aus vom IS besetzten Gebieten des Irak und rund 400.000 aus Syrien Geflüchtete aufgenommen. Die Menschen leben größtenteils unter schwierigen Bedingungen: Enge, wenig Privatsphäre, schwierige hygienische Zustände und keine Möglichkeit, selbst für ihren Lebensunterhalt aufzukommen. Erschwerend hinzu kommt, dass viele von ihnen durch Krieg und Gewalt traumatisiert sind. Hier helfen unsere mit Mitteln der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit durchgeführten Cash-For-Work-Programme. 

Die Menschen, die aus ihrer Heimat im Irak fliehen mussten, stehen oft vor dem Nichts: Sie haben nicht nur ihr Zuhause und ihre Habseligkeiten verloren, das Leben in Flüchtlingslagern nimmt ihnen oft auch die Möglichkeit zur Selbstbestimmung und die Chance, selbst für ihren Lebensunterhalt aufzukommen. Das belastet die Menschen in ihrer ohnehin schon schwierigen Situation noch zusätzlich. Die Langeweile, die oft Folge dieser Umstände ist, macht es außerdem schwierig für sie, Ängsten zu entkommen und eventuelle Traumata von Krieg und IS-Herrschaft zu überwinden. 

Cash-for-Work-Programme helfen auf vielen Ebenen

Im Jahr 2016 haben wir durch die Unterstützung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) im Flüchtlingslager Bersevi II in Kurdistan Cash-for-Work-Programme durchgeführt. Diese Programme sehen vor, dass die Menschen in den Flüchtlingslagern verschiedene Arbeiten übernehmen und für diese Arbeit entlohnt werden. Durch die Entlohnung können sie selbst für ihre Grundbedürfnisse aufkommen. Außerdem stärkt die gemeinschaftliche Arbeit das Gefühl des Zusammenhaltes und der Verantwortung im und für das Lager. Die Menschen gewinnen durch die Aufgabe, die sie bekommen, wieder an Selbstbewusstsein und es fällt ihnen leichter, die Erlebnisse des Krieges zu verarbeiten.

Geflüchtete übernehmen Arbeiten im Lager

Die Aufgaben, die die Menschen übernehmen, sind vielfältig. Sie tragen alle dazu bei, das Leben im Flüchtlingscamp positiv zu beeinflussen. Dazu zählen zum Beispiel die Durchführung von Schulungen in Hygiene- oder Ernährungsfragen für andere BewohnerInnen des Lagers oder der Bau und die Instandhaltung von Latrinen und Waschräumen. 

4.000 Menschen Teilnehmer an Cash-for-Work-Programmen im Irak

Die Programme konnten alle erfolgreich abgeschlossen werden, sodass die Wahrscheinlichkeit, dass nach der Pilotphase weitere solche Projekte durchgeführt werden, groß ist. Fast 4.000 Frauen und Männer konnten mit dem Projekt erreicht werden und profitierten nicht nur von den ausgezahlten Löhnen, sondern vor allem auch von den positiven Effekten für ihr Selbstbewusstsein und ihre gesamte Lebenssituation. 

Projektinfos

Teilnehmer des Cash-for-Work-Programms planen eine Latrine

Wo: Irak
Was: Cash-for-Work-Programm

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und Binnenflüchtlinge im Irak unterstützen.

Teilnehmerin am Cash-for-Work-Programm bekommt ihren Lohn
© Fotograf/in: Malteser International
Männer bauen das Fundament für eine Latrine im Flüchtlingscamp
© Fotograf/in: Malteser International
Frau mit ihrem Kind bei der Auszahlung des Lohns
© Fotograf/in: Malteser International
Flüchtlinge beim Bau einer Latrine
© Fotograf/in: Malteser International
Die Frauen haben tauschen sich über ihre Erfahrungen mit dem Programm aus
© Fotograf/in: Malteser International
Kind mit neuem Pullover aus Cash-for-Work-Programm
© Fotograf/in: Malteser International
Teilnahmezertifikat des Cash-for-Work-Programms
© Fotograf/in: Malteser International
Frauen bei der Verteilung von Teilnehmerzertifikaten
© Fotograf/in: Malteser International
Männer beim Bau eines Fundamentes für eine Latrine
© Fotograf/in: Wolf Lux / Malteser International