Nothilfe Überschwemmungen und Flut in Südasien

Extreme Regenfälle, Erdrutsche und riesige Überschwemmungen: Der diesjährige Monsun war einer der heftigsten seit langem. Große Landesteile von Indien und Nepal sind überflutet. Über 30 Millionen Menschen sind betroffen und haben ihre Existenz in den Fluten verloren, mehr als 1.200 Menschen sind ums Leben gekommen. Wir haben unsere Nothilfe in Nepal und Indien ausgeweitet. 

Aufgrund von Flut und Überschwemmungen haben viele Menschen ihre Häuser verloren, ganze Dörfer wurden dem Erdboden gleich gemacht. Viele Menschen mussten ihre Heimat verlassen und in höher gelegenen Landesteilen oder auf Dämmen Schutz suchen. Seit Anfang September zieht sich das Wasser zurück und die Menschen können wiederkehren. Jetzt werden erst die wahren Ausmaße der Zerstörung deutlich: Nicht nur Häuser sind zerstört, auch Felder wurden überschwemmt. Dadurch wurde die Ernte für das nächste Jahr komplett vernichtet. Große Teile des Viehs der in Nepal und Indien ansässigen Bauern ist ertrunken. Es droht eine Hungersnot. 

Durch die Flut drohen Malaria, Denguefieber und Durchfallerkrankungen

Dort, wo sich die Überschwemmungen durch den Monsun zurückziehen, bleiben Pfützen. In den Pfützen können sich Moskitos ungehindert verbreiten. Die Moskitos übertragen Krankheiten wie Malaria oder Denguefieber. Die zurzeit miserablen hygienischen Zustände begünstigen außerdem die Übertragung von Durchfallerkrankungen. 

Hilfe während der Flut: Katastrophenvorsorge macht sich bezahlt

In zwei überschwemmten Gebieten im Sunsari Distrikt, Nepal und im Bundesstaat Bihar, Indien, arbeiten wir seit September 2016. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit zwei lokalen Partnerorganisationen, besonders arme und stigmatisierte Dörfer und Gemeinden auf immer wiederkehrende Überschwemmungen und Fluten vorzubereiten. Diese Maßnahmen sind längerfristig angelegt und zeigen erste Erfolge: Auf Sockel gebaute Brunnen verschmutzen in den Fluten nicht so stark, das Wasser bleibt so trinkbar. Erhöht gebaute Latrinen bleiben auch in der Flut benutzbar und verhindern so die Verunreinigung des Wassers, die die Verbreitung von Krankheiten nach sich zieht. Durch Boote, die wir verteilt haben, sind die Menschen auch während der Flut mobil und ältere, schwache oder kranke Menschen sowie Kinder können sicher transportiert werden.

Ausweitung der Nothilfe: medizinische Versorgung und Hygiene

Trotz dieser Erfolge macht die augenblickliche Situation eine Ausweitung der Nothilfe notwendig. Unser Ziel ist es, die Gesundheitsrisiken und die Übertragung von Krankheiten zu verringern. Dazu verteilen wir in Nepal Hygienekits, Wasserdesinfektionsmittel und Moskitonetze. Außerdem steht auch dort der Winter vor der Tür, der in Nepal in einzelnen Regionen mit Dauerfrost einhergeht. Die Menschen, die durch die Flut alles verloren haben, benötigen jetzt dringend warme Decken und Matratzen, die wir dort verteilen. In Indien versorgt unser mobiles Ärzteteam die betroffenen Menschen medizinisch, außerdem verteilen wir Mittel zur Bekämpfung von Moskitos. Um die hygienischen Bedingungen weiterhin zu verbessern, bekommen Frauen und Mädchen Monatsbinden. Zur Erhöhung der Sicherheit tragen solarbetriebene Lampen bei, die es möglich machen, sich im Dunkeln sicher zu bewegen und so Schlangenbisse zu vermeiden. In Nepal unterstützen wir rund 900, in Indien erreich wir zurzeit 2.000 Haushalte. 

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Projektinfos

Überflutetes Dorf in Südasien

Wo: Bihar, Indien und Sunsari Distrikt, Nepal
Was: Nothilfe Flut und Überschwemmungen

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