Ausbildung zur Pflegefachkraft

Seit dem 01. Januar 2020 gibt es in Deutschland die generalisierte Pflegeausbildung. Sie fasst die bisherigen Ausbildungen in der Alten-, Gesundheits- und Krankenpflege zu einer Ausbildung zusammen. Der Vorteil: Mit dem neuen Abschluss können ausgebildete Pflegefachkräfte in allen drei Berufszweigen arbeiten. Vorher war dies nur in der jeweiligen Spezialisierung (z.B. Altenpflege) möglich. Weiterer Pluspunkt: Der neue Abschluss ist in der gesamten Europäischen Union anerkannt. Das ermöglicht es, auch im EU-Ausland zu arbeiten. Hier findest du alle Informationen zu den Voraussetzungen, dem Ablauf der Ausbildung und deinen Perspektiven nach der Ausbildung.

Fakten zur Ausbildung

Abschluss: Pflegefachfrau/Pflegefachmann

Dauer der Ausbildung: 3 Jahre

Gehalt: 

  1. Jahr: 1.165 €
  2. Jahr: 1.227 €
  3. Jahr: 1.328 € 
Voraussetzungen für die Ausbildung

Voraussetzungen für die Ausbildung

Um eine Ausbildung zur Pflegefachkraft beginnen zu können, benötigst du einen mittleren Schulabschluss (z.B. von einer Realschule). Doch auch mit einem Hauptschulabschluss ist dir die Tür zur Ausbildung als Pflegefachkraft nicht verschlossen. Mit einer 2- bis 3-jährigen Ausbildung zur Pflegeassistenz kannst du die Voraussetzung für die Ausbildung zur Pflegefachkraft erlangen. Das Gute dabei: Wenn du schon eine Ausbildung zur Pflegeassistenz abgeschlossen hast, verkürzt sich die Ausbildung zur Pflegefachkraft um ein Jahr. Wenn du nach deinem Hauptschulabschluss bereits eine andere mindestens 2-jährige IHK-Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hast, hast du auch Zugang zur Ausbildung als Pflegefachkraft.

Abgesehen von den formellen Anforderungen ist es wichtig, dass du einfühlsam und interessiert auf Menschen zugehen kannst. Du sollest außerdem ein hohes Maß an Gewissenhaftigkeit und Sorgfalt haben, da du in deinem Beruf später eine große Verantwortung trägst. Auch eine gute körperliche Grundfitness ist hilfreich, da die Arbeit mit den Patientinnen und Patienten auch körperlich anstrengend sein kann.

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Ablauf der Ausbildung

Ablauf der Ausbildung

Die Ausbildung zur Pflegefachkraft hat einen theoretischen (2.500 Stunden) und einen praktischen Teil (2.100 Stunden). Den theoretischen Teil absolvierst du in einer Pflegeschule, in der du z.B. Grundlagen der Diagnostik und Pflegeprozesse, Kommunikation, Beratung und viele weitere Inhalte erlernst.

Das dient dir als Basis für deine praktische Ausbildung, die einen etwas größeren Teil einnimmt. Abhängig davon, für welche Einrichtung du dich entscheidest, hast du einen ersten Praxiseinsatz in dem jeweiligen Schwerpunkt. Bei den Maltesern kannst du eine Ausbildung in einer Altenhilfeeinrichtung, einem Krankenhaus oder einem ambulanten Pflegedienst absolvieren. Wichtig zu wissen: Egal in welcher Einrichtung du deine Ausbildung absolvierst – praktische Erfahrung sammelst du auch in den anderen Einsatzgebieten im Umfang von mindestens 400 Stunden. Dazu kommen einige kleinere Stationen z.B. in einer psychatrischen Klink und in Beratungsstellen. Du interessierst dich für die einzelnen Stationen im Detail? Die genauen Inhalte findest du hier. Wie der theoretische und praktische Teil zeitlich kombiniert werden, hängt vom Curriculum der jeweiligen Pflegeschule ab.

Einsätze beim Träger der praktischen Ausbildung

Orientierungseinsatz (zu Beginn): 400 Stunden
Vertiefungseinsatz (zu Ende): 500 Stunden

Pflichteinsätze

Allgemeine Akutpflege in stationärer Einrichtung (z. B. Krankenhaus): 400 Stunden
Langzeitpflege in stationären Einrichtungen (z. B. Pflegeheim): 400 Stunden
Ambulante Akut- und Langzeitpflege (z. B. ambulanter Pflegedienst): 400 Stunden

Pflichteinsätze in speziellen Bereichen

Pädiatrische Versorgung z.B. im Kinderkrankenhaus: 60 bis 120 Stunden
Allgemein-, geronto-, kinder- oder jugendpsychiatrische Versorgung z.B. in psychiatrischer Klinik: 120 Stunden

Weitere Einsätze

Wahlweise z.B. Beratungsstellen oder Hospiz: 2 x 80 Stunden

Quelle: pflegeausbildung.net

Bei der neuen Ausbildung zur Pflegefachkraft gibt es die Möglichkeit im Ausbildungsvertrag eine Vertiefung festlegen zu lassen. Dies kann frühestens sechs Monate vor Beginn des letzten Ausbildungsdrittels geschehen, damit ihr vorher einmal alle Stationen kennen gelernt habt.

Entscheidet ihr euch für eine Vertiefung führt ihr die Ausbildung in dieser Vertiefung zu Ende. Ihr erlangt dann nicht den Abschluss „Pflegefachfrau oder Pflegefachmann“ sondern „Altenpflegerin oder Altenpfleger“ oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin bzw. -pfleger. Aber keine Sorge: Auch mit Spezialisierung dürftihr in allen Pflegebereichen arbeiten.

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Entwicklungsmöglichkeiten nach der Ausbildung

Entwicklungsmöglichkeiten nach der Ausbildung

Mit der Ausbildung zur Pflegefachkraft stehen dir alle Türen für eine erfolgreiche Karriere in der Pflege bei den Maltesern offen. Abhängig von deinen Erfahrungen in der Ausbildung kannst du entscheiden, in welchem Schwerpunkt du tätig werden möchtest. Dein Abschluss befähigt dich zum Start in Krankenhäusern, Altenpflegeeinrichtungen, ambulanten Pflegediensten und anderen Einrichtungen. Und das sogar im Ausland! Denn dein Abschluss ist EU-weit anerkannt.

Auch nach der Ausbildung hast du vielfältige Möglichkeiten, dich zu entwickeln. Neben fachlichen Fortbildungen wie z.B. der Weiterbildung zur Fachkraft für Intensivpflege und Anästhesie, gibt es auch die Möglichkeit, mit der Ausbildung als Praxisanleiterin oder Praxisanleiter dein Wissen an angehende Pflegefachkräfte weiterzugeben. Auch eine Karriere als Pflegedienstleitung oder Pflegedirektorin oder -direktor kann eine tolle Entwicklungschance sein. Darauf kann dich z.B. ein Studium des Pflegemanagements bestens vorbereiten.

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Die Malteser

Der Malteser Hilfsdienst ist mit über einer Million Mitgliedern und Förderern einer der großen caritativen Dienstleister in Deutschland. Die katholische Hilfsorganisation ist als eingetragener Verein (e.V.) und gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH) bundesweit an mehr als 700 Orten vertreten.