Stimmungsvolle Weihnachtsfeier bei den Maltesern

Noch vor dessen Begrüßung hatte der Stargast des Abends, der Opernsänger Ivan Solarik, die Anwesenden mit seinem stimmungsvollen Auftritt auf die Weihnachtsfeier eingestimmt. Der charismatische Sänger bedankte sich mit seinem Auftritt für die Unterstützung der Malteser bei der Versorgung und Unterbringung von ukrainischen Flüchtlingen in der Region. Besonders beeindruckte Solarik, als er zeigte, dass auch deutsche Musikstücke inzwischen zu seinem Repertoire gehören.   

Anschließend stellte Michael Medla in seiner kurzen Rede die Arbeit der Malteser im vergangenen Jahr in den Mittelpunkt. Ob bei der sanitätsdienstlichen Absicherung des Deutschen Katholikentages in Stuttgart, bei der Flüchtlingshilfe, im Rettungsdienst oder bei den zahlreichen Impf- und Testaktionen: Tagtäglich hätten sich die Malteser für ihre Mitmenschen eingesetzt. „Ich bin beeindruckt von ihrer Leistungsbereitschaft und eurer inneren Einstellung“, lobte der Nürtinger Stadtbeauftragte die Anwesenden. Für viele sei es eine Selbstverständlichkeit, zu helfen und sich auch dann zu engagieren, „wenn es einmal klemmt“.  

Auch Marc Lippe, Kreis- und Bezirksgeschäftsführer, zeigte sich „überwältigt“ angesichts der zahlreichen Besucher der Weihnachtsfeier. Die letzte Weihnachtsfeier dieser Art fand vor der Corona-Pandemie statt. Diese habe „die Welt verändert“ und den Maltesern „zwei verrückte Jahre“ beschert, so der Geschäftsführer. Die Pandemie habe alle Einsatzkräfte – ob im Haupt- oder Ehrenamt – stark gefordert. Nur durch die enge Zusammenarbeit zwischen dem hauptamtlichen Rettungsdienst und den ehrenamtlichen Helfern sei es möglich gewesen, die vielfältigen Aufgaben zu stemmen. Als Beispiel hierfür nannte Lippe auch die Notunterkunft für ukrainische Flüchtlinge auf der Landesmesse: Nur durch den Einsatz der Ehrenamtlichen sei es möglich gewesen, die Unterkunft in knapp 48 Stunden aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Anschließend stellten die Malteser hauptamtliches Personal ein, um die Flüchtlingshilfe ins Hauptamt zu überführen und zu verstetigen. Mit dem Integrationsmanagement hätten die Malteser einen gänzlich neuen Dienst aufgebaut, gleiches gelte für die zahlreichen Impfaktionen, die nun zum Jahresende auslaufen werden.  

Die Herausforderungen seien aber auch in den kommenden Jahren groß, sagte Marc Lippe. Vor allem im Rettungsdienst seien die Personalprobleme groß: reagiert haben die Malteser darauf unter anderem durch die Aufstockung der Ausbildungsplätze für künftige Notfallsanitäter. „Wir warten alle darauf, euch endlich einsetzen zu können“, sagte Lippe an die Auszubildenden gewandt. Auch bei der Ersatzbeschaffung von Einsatzfahrzeugen zeichnen sich langfristig Probleme ab, durch die Lieferkettenunterbrechungen und andere Entscheidungen der Hersteller sei es schwierig geworden, neue Fahrzeuge zu bekommen. „Wir hoffen, dass wir klug gehandelt und vorausschauend bestellt haben“, sagte Lippe. 2023 würden die erhofften Ersatzbeschaffungen von Rettungswagen und Krankentransportwagen wohl gelingen.  

Nach den Redebeiträgen von Michael Medla und Marc Lippe gab der Nürtinger Ortsseelsorger der Malteser, Pastoralreferent Christian Slunitschek, den Anwesenden einen kleinen geistigen Impuls mit auf den Weg. Die Adventszeit sei die Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. „Bereit zu sein auf das, was kommt. Das passt zu uns: bei Einsätzen weiß man nie, was auf uns zukommt und was einen erwartet“, erklärte Slunitschek. Die Malteser seien dafür immer bereit. „Wir sind allzeit bereit, den Alltag zu unterbrechen und für den Nächsten, für den Mitmenschen in den Einsatz zu gehen. Bereit zu sein für das, was über einen hereinbricht.“ Bereit zu sein, zuzuhören und eben auch zu handeln.  Dafür wünschte Slunitschek den Maltesern stets Gottes Segen.  

Nach dem Abendessen folgte noch die Ehrung einiger ehrenamtlicher Helfer, die sich in den vergangenen Jahren durch ihr Engagement besonders ausgezeichnet haben. Lukas Hlouschek  sowie Moritz Schweizer, Angelique Migule, Alexander Felber, Cedric Eberhardt, Davina Rüd, Philip Schreiter und Tom Feigel durften sich über ein kleines Geschenk freuen. Aber auch für alle anderen Anwesenden gab es ein kleines Geschenk: Die katholische Kirchengemeinde St. Johannes hatte einen Schokoladennikolaus für jeden Helfer gespendet. „Dankeschön für die geleistete Arbeit“, betonte Michael Medla am Ende des offiziellen Teils, ehe die Weihnachtsfeier bei guter Stimmung und zahlreichen Gesprächen fortgesetzt wurde. 


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