Gladbeck im Zeichen von Corona

Ruhig ist es geworden in der Stadtgeschäftsstelle der Gladbecker Malteser. Wie in anderen Stadtverbänden ruht auch hier die Ausbildung, zunächst bis Mitte April. Sanitätsdienste sind ausgesetzt und die Helfer verzichten auf ihre gewohnten Zugabende. Aber die Ruhe täuscht, in den Büros wird eifrig weitergearbeitet. Der pflegerische Betreuungsdienst kennt keine Unterbrechung. Die 17 Mitarbeiter betreuen weiter liebevoll ihre Kunden, fast ausschließlich ältere Menschen, die gerade jetzt auf Zuwendung, ruhige Gespräche und jemanden der für sie einkauft, angewiesen sind. Und während die einen draußen ihrer Tätigkeit nachgehen, laufen drinnen die Telefone heiß. Sabine, die Leiterin des BED, sowie Bastian und Nico nehmen die Vielzahl an Telefonaten entgegen, die gerade jetzt eingehen. Die Nachfrage nach Essen auf Rädern nimmt spürbar zu, neue Interessenten für Betreuung und haushaltsnahe Dienste melden sich. Viele sind auch einfach nur verunsichert, ein Gespräch und die Aussicht auf Unterstützung helfen dann aber schnell und die Menschen sind beruhigt. Nur wenige verzichten in dieser Zeit auf die gewohnten Besuche der BED-Mitarbeiter, die große Mehrheit möchte gerade jetzt nicht auf die Zuwendung und Hilfe verzichten.