Miteinander – Füreinander: Aktiv gegen Altersarmut

Armut im Alter hat viele Facetten. Die Not zeigt sich nicht immer nur in finanziellen Problemen, sondern häufig auch in emotionaler und sozialer Verarmung durch Einsamkeit und Isolation. Aus diesem Grund stellt das Angebot von Mahlzeitenpatenschaften nur eine sinnvolle Gegenmaßnahme dar. Im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung des bedürftigen Menschen und seiner Lebenssituation werden unter dem Projekt „Miteinander - Füreinander“ zusätzlich weitere Unterstützungsangebote unterschiedlichster Art für bedürftige Senioren zusammengefasst werden.

Projektstart November 2020

Die Malteser möchten für die wachsende Bedeutung der Thematik in der Gesellschaft sensibilisieren und an der Bekämpfung von Altersarmut im Ruhrgebiet mitwirken. Vor diesem Hintergrund schafft das Projekt neue Perspektiven für das Soziale Ehrenamt der Malteser. Die Vielfalt der dazugehörigen Dienste und Projekte bietet ganz unterschiedliche Möglichkeiten für an einem ehrenamtlichen Engagement interessierte Menschen.

„Miteinander – Füreinander“ greift dabei ein Kernproblem unserer alternden Gesellschaft auf: Soziale Isolation und Einsamkeit hochaltriger Menschen. Dabei ist die Situation der Menschen im Ruhrgebiet besonders Komplex. Daher basiert das Profil von „Miteinander – Füreinander“ mit dem Schwerpunkt „Aktiv gegen Altersarmut“ auf drei wesentlichen Säulen: Hilfestellung und Beratung, soziale Hilfen und finanzielle Hilfen. Dieser ganzheitliche Ansatz dient dem Ziel, Altersarmut im Ruhrgebiet mit all ihren eingangs beschriebenen Erscheinungsformen entgegenzuwirken und dementsprechend nicht nur gegen finanzielle, sondern vor allem auch soziale Armut sowie Isolation vorzugehen. Hinter diesen Hauptbestandteilen verbergen sich einzelne bereits bestehende Maßnahmen und Projekte, bzw. zusätzliche Ideen, wie die Malteser hilfebedürftige ältere Menschen unterstützen können.

Malteser Hausbesuch

Modellhaft bauen die Malteser an mehreren Standorten einen aufsuchenden Informationsdienst für Senioren auf. Im Ruhrgebiet erfolgt dieser Aufbau aktuell in zwei Quartieren. Das Ziel ist es, bestehende Hilfeleistungen für alle zugänglich zu machen, Informationslücken zu schließen, akute Notlagen zu lösen und Hilfestellung zur nachhaltigen Verbesserung der eigenen Lebenssituation zu geben. Die Seniorinnen und Senioren werden dabei durch qualifizierte ehrenamtliche Lotsen in der Häuslichkeit besucht. Hierbei sollen tragfähige Beziehungen der alten Menschen mit Trägern der Seniorenhilfe vor Ort entstehen.

In Kooperationen mit der Kommune wird der Kontakt zur Zielgruppe aufgebaut. Auf diese Weise werden neue Zugangswege in der Seniorenhilfe geschaffen. In einer alternden Gesellschaft können so die Kommunen die Bedürfnisse ihrer Bewohner besser erkennen und mehr Lebensqualität für Senioren geschaffen werden.

Weitere Informationen finden Sie auch hier.

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Lisa Pernak
Projektkoordinatorin „Miteinander - Füreinander“
Tel. 0201 82047-33
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