Malteser Jahresrückblick 2021

Wir konnten helfen, dank Ihrer Unterstützung

2021 – ein bewegendes und herausforderndes Jahr. Neben der Corona-Pandemie verlangten verschiedene Katastrophen im In- und Ausland Betroffenen und Helfenden alles ab. Ob Hochwasser, Erdbeben oder Virus-Bekämpfung – die Malteser waren vor Ort und standen den Menschen zur Seite. Gemeinsam konnten wir letztes Jahr viel erreichen: Dank der finanziellen Unterstützung unserer Fördernden und Spendenden sowie dem Einsatz unserer Ehrenamtlichen konnten wir Leben retten, Not lindern und Hoffnung schenken.

Das Jahr 2021 startete mit einem erneuten Lockdown. Corona war seit Jahresbeginn unser stetiger Begleiter. Unsere Einsätze in diesem Bereich waren – und sind es bis heute – vielfältig: Wir bauten und betrieben Impf- und Testzentren, leisteten Aufklärungsarbeit und halfen in verschiedensten sozialen Projekten direkt vor Ort (z. B.Einkaufshilfen oder Telefonbesuchsdienst). Im Durschnitt waren täglich 1.000 Malteser im Einsatz.  

Ein extremer Kälteeinbruch brachte uns im Februar arktische Temperaturen. Vielen wohnungslosen Menschen drohte der Kältetod. Dank zahlreicher Spenden und dem Einsatz unserer Ehrenamtlichen konnte wir obdachlosen und bedürftigen Menschen unter die Arme greifen: Wir versorgten sie mit warmen Mahlzeiten und Getränken, verteilten Kleidung und warme Schlafsäcken und waren mit unseren Wärmebussen zur Stelle, um die Not zu lindern.

Im April verschärfte sich die Corona-Lage in Indien drastisch. In kaum einem anderen Land waren die Zahlen der Neuinfektionen so hoch. In den überlasteten Krankenhäusern gab es keine Kapazitäten, alle Betroffenen zu behandeln. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie schwächten das Land zusätzlich. Vor allem die arme Landbevölkerung litt unter den wegbrechenden Einkommensquellen. Gemeinsam mit unseren Partnern unterstützten wir die indische Impfbewegung,  klärten über Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie auf und statteten Krankenhäuser, Gesundheitseinrichtungen und Mitarbeitende mit Medikamenten und Schutzausrüstung aus. 

Die Folgen sind bis heute sichtbar: Im Juli wurden Teile Deutschlands von einer verheerenden Flutkatastrophe getroffen. Ganze Ortschaften wurden weggespült. Zahlreiche Menschen verloren ihr Leben, Tausende ihre Heimat, ihr Hab und Gut. Wir waren von Anfang an vor Ort und haben in der Akutphase an 50 Standorten Menschen gerettet, evakuiert, betreut sowie Einsatzkräfte verpflegt. Inzwischen liegt unser Hauptaugenmerk auf der psychosozialen Betreuung, der finanziellen Unterstützung und Deckung akuter Bedarfe.

Im August wurde Haiti von einem Erdbeben der Stärke 7,2 getroffen. Als eines der ärmsten Länder der Welt trifft es den Inselstaat besonder schlimm: Über 500.000 Menschen waren auf Hilfe angewiesen, zahlreiche verloren ihr Leben. Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen wurden vielerorts zerstört, so dass viele Verletzte ohne Hilfe auskommen mussten. Dank der großen Spendenbereitschaft konnten wir innerhalb kurzer Zeit Trinkwasser, Hygieneartikel und medizinisches Material bereitstellen. Langfristig unterstützen wir vor Ort beim Wiederaufbau.

Im November spitzte sich die Situation tausender Menschen im belarussisch-polnischen Grenzgebiet deutlich zu. Wochenlang harrten Frauen, Männer und Kinder größtenteils im Freien aus – ohne Schutz vor Kälte und Regen und ohne Nahrung. Gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort konnten wir kurzfristig Nahrungsmittel bereitstellen und den Menschen in Ihrer Not zur Seite stehen.

Der Dezember stand bei ganz im Zeichen unserer Geburtsklinik in Bethelehem. Seit 1990 betreiben die Malteser das Krankenhaus, das vorrangig auf Frühgeborene und schwierige Geburten spezialisiert ist. Jedes Jahr kommen hier mehr als 3.000 Kinder zur Welt, viele davon zu klein und zu schwach, um ohne Hilfe zu überleben. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, diesen Kindern einen gesunden Start ins Leben zu ermöglichen.