Malteser Schwesternschaft

Maria Theresia Freifrau von und zu Mentzingen ist Generaloberin der Malteser Schwesternschaft

Ein starkes Netzwerk mit großer Tradition
Die Malteser Schwesternschaft ist ein Werk der Deutschen Assoziation des Malteser Ritterordens. Wir sind ein kleines, aber starkes Netzwerk. Examinierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen sowie Altenpflegerinnen, die in Krankenhäusern, Altenhilfeeinrichtungen, Hospizen und Krankenpflegeschulen arbeiten, bilden ein bundesweites Netzwerk.

Als Teil des weltweit sozial engagierten Malteserordens schauen wir stolz auf eine über 900-jährige Geschichte zurück.Unser Selbstverständnis gibt der Leitsatz "Tuitio fidei et obsequium pauperum" (Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen) wieder, den wir zeitgemäß leben. Das praktische, unmittelbare christliche Glaubensverständnis gibt uns die Kraft, den Menschen mit Freundlichkeit, Offenheit und Interesse an ihrem Schicksal zu begegnen.

Ihre Maria Theresia Freifrau von und zu Mentzingen, Generaloberin

Kontakt

Nicole Minkwitz
Referentin Malteser Schwesternschaft
(0221) 9822-4003
Ihre Nachricht an Nicole Minkwitz

Pilgertour 2019

Beten mit Füßen

Was wir tun

Miteinander an beruflichen Herausforderungen reifen

Abseits des Berufsalltags bietet die Malteser Schwesternschaft ihren Mitgliedern Anregung, Fortbildung, Hilfestellung und Stärkung an. Denn gemeinsam lassen sich die beruflichen Herausforderungen und Beanspruchungen besser bewältigen. So kann das eigene Berufsleben immer neu betrachtet und bewertet werden.

Dazu treffen sich die Malteser Schwestern zweimal im Jahr zu Tagungen. Das Angebot der Tagungen reicht von fachspezifischen und ethischen Themen bis hin zu kulturellen Veranstaltungen. Sie dienen gleichermaßen dazu Energie „auftanken“ zu können und den persönlichen, generationenübergreifenden Austausch zu pflegen.

Wer Halt gibt, braucht Haltung. 

Die Malteser Schwesternschaft unterstützt die Pflegenden in diesem Anliegen.
Das eigene Berufsleben neu betrachten und bewerten.

Sparzwänge und Personalknappheit machen es oft schwer ausreichend Zeit und Ruhe für die notwendige Zuwendung zum Patienten aufzubringen.

„Warum habe ich diesen Beruf gewählt?“
Um diese Frage immer wieder neu zu beleuchten und zu diskutieren, bietet die Schwesternschaft Raum und Anregung

Teil eines starken Verbundes

Die Malteser Schwesternschaft ist Teil eines starken Verbundes. Mehr als sechshundertmal sind die Malteser in Deutschland vertreten – mit Einrichtungen der Altenhilfe, mit Krankenhäusern, Hospizen, mit Rettungswachen, als Anbieter ambulanter Pflege-  und Betreuungsdienste, in der Jugendarbeit, im Zivil- und Katastrophenschutz, in der Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe und bei Auslandseinsätzen. Sie bieten Behindertenfahrdienste , Mahlzeitendienst und Hausnotruf an. Sie betreuen und versorgen Asylbewerber, Aussiedler und Flüchtlinge, fahren Krankentransporte und Einsätze im Rettungsdienst und Rückholdienst.

Übrigens: Der Jahresbeitrag beläuft sich z.Zt. auf 50 Euro, die Sie zudem steuerlich geltend machen können.

Machen Sie mit

Haben wir Ihr Interesse geweckt?
Bei uns finden Sie eine tragende Gemeinschaft, die ein berufliches Netzwerk, fachliche Weiterbildung, religiöse Entfaltung und Unterstützung in Krisen und Notlagen bietet. Sie sind nicht sicher, ob die Malteser Schwesternschaft das richtige für Sie ist? Hier finden Sie eine Hilfestellung.

Zum Frage und Informationsbogen

Wenn Sie bei der Beantwortung der Fragen ein Ergebnis von mindestens 15 Punkten erzielt haben, dann könnte die Malteser Schwesternschaft eine Bereicherung für Ihre Arbeit sein. Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, dann nutzen Sie einfach und schnell unser Kontaktformular.

Unsere Pluspunkte

Weiterentwicklung und Stärkung

Dichte Momente, Anregung und Fortbildung.
Die Malteser Schwesternschaft bietet ihren Mitgliedern auf den zweimal jährlich stattfindenden Tagungen ein besonderes zusätzliches Fortbildungsangebot zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen.

Wertschätzung: Hören und gehört werden.
Die Malteser Schwesternschaft schafft Raum für einen offenen, intensiven Austausch zwischen unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Pflegende mit verschiedenen Arbeitsschwerpunkten aus allen Regionen Deutschlands begegnen sich.

Besinnung und Selbstbewusstsein.
Die Malteser Schwesternschaft unterstützt Pflegende dabei sich wieder bewusst zu werden, weshalb sie ihren Beruf gewählt haben.

Who is who

Schwesternrat der Malteser Schwesternschaft

Malteser Schwesternrat

Der Malteser Schwesternschaft steht seit Frühjahr 2014 Theresia Freifrau von Mentzingen als gewählte Generaloberin vor.

"In der heutigen, vom Wertverlust geprägten Zeit erscheint es mir als große Herausforderung die geistige und spirituelle Heimat für sie als Pflegende zu bewahren und mitgestalten zu können. Es ist unerlässlich sich ein starkes Fundament in Glauben, Weltanschauung und zu ethischen Fragen zu bilden. Ich bin mir zudem bewusst, dass der Stress und die große Arbeitsbelastung, unter der sie alle stehen, ihren Tribut fordern. Auch hier ist die Schwesternschaft mit Unterstützung und Begleitung in der Pflicht."

(Auszug aus der Antrittsrede)

Barbara Schäfer ist stellvertretende Generaloberin

"Ich bin seit vielen Jahren Mitglied in der Malteser Schwesternschaft. Für mich ist diese Gemeinschaft ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben geworden – eine Oase zum Auftanken."

Unsere Geschichte

Im Dienst der Nächstenliebe seit fast tausend Jahren

Die Geschichte der katholischen Malteser Schwesternschaft beginnt in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts, als in Jerusalem ein Hospital zur Betreuung kranker Pilger gegründet wurde. Dort widmeten sich neben der Hospitalbruderschaft des Hl. Johannes von Jerusalem, aus der später der Malteserritterorden hervorging, Schwestern der Pflege kranker Frauen.

Schwestern, die sich "Johanniterinnen" nannten und über eine eigene Schwesterntracht verfügten, werden in einem mittelalterlichen Reisebericht erwähnt. Es war die älteste nachweisbar organisierte Schwesternschaft in der Krankenpflege. Diese "Johanniterinnen" gingen den weiteren geschichtlichen Weg der Ordensritter mit und wirkten in den Ordenshospitälern von Rhodos und Malta als Pflegekräfte. So entstanden europaweit Schwesternkonvente, zum Beispiel in Spanien und auf Malta. Neben den pflegenden Johanniterinnen entstand ein kontemplativer Zweig der Schwestern.

Eine vorrangige Aufgabe für die 1859 gegründete Genossenschaft der Rheinisch-Westfälischen Malteser Devotionsritter und den 1867 gegründeten Verein der Schlesischen Malteserritter war der Lazarettdienst in den Kriegen von 1864, 1866 und 1870/71 und die Gründung ordenseigener Krankenhäuser in Deutschland. So erfolgten Einsätze von Pflegerinnen in Lazaretten und Lazarettzügen und in Krankenhäusern wie dem Malteser Krankenhaus St. Franziskus in Flensburg und im Malteserstift Räckelwitz bei Bautzen.
 
In Zusammenarbeit mit anderen geistlichen Gemeinschaften leisteten die Malteser im 1. Weltkrieg 1914 bis 1918 Sanitätsdienst. 1917 beschlossen die Rheinisch-Westfälische und die Schlesische Malteserassoziation, gemeinsam eine eigene Schwesternschaft zu gründen. Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde die Schwesternschaft verboten und die Schwestern wurden zwangsweise in das "Deutsche Rote Kreuz" eingegliedert.

Im Jahr 1965 erfolgte eine Wiedergründung der Malteser Schwesternschaft durch die beiden deutschen Malteserassoziationen, den Malteser Hilfsdienst und den Deutschen Caritasverband e.V. Als Werk des Ordens will die Malteser Schwesternschaft den seit über 900 Jahren geltenden Leitsatz "Tuitio fidei et obsequium pauperum" (Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen) in zeitgemäßer Weise verwirklichen. Ihr gehören Frauen an, die im Gesundheitswesen und in der Krankenpflege oder in einem anderen pflegeverwandten Beruf eine abgeschlossene Ausbildung besitzen. Die Schwestern sind in den verschiedenen Einrichtungen des Ordens tätig: zum Beispiel in Krankenhäusern, Altenhilfeeinrichtungen, Hospizen und Krankenpflegeschulen.

Als äußeres Zeichen ihrer Gemeinschaft tragen die Schwestern eine Brosche mit dem weißen achtspitzigen Kreuz in einem roten Wappen. Der Malteser Schwesternschaft steht eine gewählte Generaloberin vor, die auch Mitglied im Hospitalausschuss des Ordens ist.

Ihre Gemeinschaft pflegen die Schwestern durch mehrere Tagungen im Jahr, Rundbriefe der Generaloberin und persönliche Kontakte untereinander. Die Tagungen dienen der spirituellen, fachspezifischen, ethischen und kulturellen Vertiefung. Sie finden abwechselnd in der Malteser Kommende Ehreshoven bei Köln und in anderen Einrichtungen statt.