Café Malta - Lebensqualität für Menschen mit Demenz

"Heute ist ein besonderer Tag. Heute ziehe ich mich schick an!"

Rüstig wirkt Getrud F. für ihre 88 Jahre. Doch seit dem Tod ihres Mann vergisst sie immer mehr. "Berg'nauf gaht nimmer", sagt sie. Zum Glück hat sie im Café Malta neue Freunde gefunden, die auch mit Gedächtnisproblemen und dem Verlust von Erinnerungen zu kämpfen haben. Es tut gut, gemeinsam zu singen oder beim Spielen das Gedächtnis zu födern.

Gertrud F. besucht regelmmäßig das Café Malta. Hier stehen die persönlichen Bedürfnisse der Gäste an erster Stelle. Ein vielseitiges Angebot sorgt dafür, dass Fähigkeiten länger erhalten bleiben und mit viel Spaß trainiert werden

Kontakt:

Ursula Sottong

Dr. Ursula Sottong
Leiterin Fachstelle Demenz
Tel. 0221 9822-4928
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Gesang, Gespräche und ein bisschen Arbeit

Noch nimmt Gertud F. am Leben teil. Sie freut sich, wenn die Malteser sie zu Hause abholen. Schon morgens zieht sie sich schick an und besteht darauf, eine schöne Kette zu tragen. "Herr Schneider sitzt immer neben mir", erklärt sie ihrer Tochter. "Das ist ein sehr netter Mann. Und der Kuchen ist immer so lecker."

Die Gruppe, zu der Gertrud und Herr Schneider gehören, ist eine von vielen, die sich in den derzeit fast 80 Demenzcafés der Malteser in ganz Deutschland treffen. Je sieben bis zehn Gäste bilden eine solch vertraute Einheit. Rituale geben Sicherheit. So singen in Konstanz beispielsweise alle gemeinsam zu Beginn "Froh zu sein bedarf es wenig." Jedes Treffen steht unter einem Thema: "Herbst" zum Beispiel, "Haushalt" oder "Wasser". Das Thema prägt den Nachmittag, der mit Gymnastik oder Sitztanz Erinnerungsarbeit und Basteln schnell vergeht. Zwischendurch gibt es eine verdiente Pause und die Kaffeetafel wird gedeckt. 

Angehörigen stärken wir den Rücken

Demenz belastet nicht nur die Erkrankten selbst, sondern auch die Angehörigen. Mit persönlicher Beratungen, Vorträgen und Praxiskursen bauen wir wichtige Brücken für ein entspanntes Miteinander. Geschulte ehrenamtliche Helfer entlasten wirksam die betroffenen Familien. Diese vielfältigen Angebote finanzieren sich zum großen Teil aus Spenden. 

Ältere Frau beim Sitztanz im Stuhlkreis