Endlich Kind sein – Chancen für Flüchtlingskinder im Südsudan

 

„Es ist schrecklich hier, alles ist schmutzig, es ist heiß und stickig, man hat keinen Platz, um sich zurückzuziehen oder zu spielen. Ich will nach Hause, so schnell es geht!“ Ali ist gerade mal acht und lebt erst kurz im Flüchtlingslager in Wau. Sein Wunsch, nach Hause zurückzukehren, wird sich so schnell nicht erfüllen, denn in der Region, aus der er kommt, tobt der Bürgerkrieg. „Die Schule ist der einzige Ort, an dem wir zumindest ein bisschen Fußball spielen können.“

Flüchtlingslager: Kein Ort für Kinder

Das Leben im Flüchtlingslager ist für Kinder besonders schwer. Flüchtlingslager sind Orte, in denen Kindheit keinen Platz hat: Zu erdrückend die Sorgen, zu eng die Zelte, zu groß der Hunger. Die Kinder haben keinen Raum, um die Welt zu entdecken und vor allem keine Energie dazu, denn die monatelange Mangelernährung hat ihnen die Kraft geraubt, um herumzutollen und zu spielen. Viele laufen nur apathisch umher, ein Kinderlachen hört man selten.

Schulspeisungen für Motivation und Energie

Das Schulessen, das die Kinder jeden Tag von uns bekommen, sorgt nicht nur dafür, dass sie in der Schule gute Leistungen bringen können. Es gibt den Kindern auch zurück, was viele in den Wochen und Monaten der Flucht verloren haben: Die Energie und den Spaß daran, Kind zu sein. Die Energie zum Spielen, Toben, zum Umherrennen. Die Neugier, ihre Umwelt zu entdecken und Neues zu erfahren. Die Schulmahlzeiten haben nicht nur Leben in den Unterricht gebracht, sondern auch in das ganze Flüchtlingslager. 

Hoffnung durch Mittagessen in der Schule

Auch Ali hat durch die Schulspeisungen wieder Hoffnung geschöpft und versucht, das Beste aus seiner Situation zu machen: „Wenigstens die Schule ist ein sicherer Ort, an dem es nach dem Unterricht und in den Pausen genug Platz zum Spielen gibt. Und seit ich nicht mehr so einen Hunger habe, bin ich nicht nur besser in Mathe, sondern auch im Fußballspielen!“ Und auch klare Pläne für seine Zukunft hat Ali schon: „Am liebsten würde ich Pfarrer werden. Dann würde ich dafür sorgen, dass es in meiner Gemeinde immer genug Platz für Kinder gibt.“ 

Projektinfos

Geflüchteter Junge an der Tafel in der Schule

Wo: Südsudan
Was: Schulspeisungen für geflüchtete Kinder

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Bilder aus der Schule im Südsudan

Geflüchteter Junge aus dem Südsudan isst seine Ration Schulessen
© Fotograf/in: African Visuals Media
Geflüchtete Kinder aus dem Südsudan in der Schule
© Fotograf/in: African Visuals Media