Dr. Constantin von Brandenstein im Interview zum Thema Nachlass

Dr. Constantin von Brandenstein ist seit 1992 Präsident des Malteser Hilfsdienst e.V.

„Was wird aus meinem Hab und Gut, wenn ich einmal nicht mehr bin?“ fragte sich Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin. Für den Unternehmensberater und ehrenamtlichen Präsidenten des Malteser Hilfsdienst e.V. war die Antwort nahe liegend: ein Testament zugunsten der Malteser. Im Gespräch mit Monika Willich, die in unserem Generalsekretariat in Nachlassfragen zugunsten der Malteser berät, erläutert er die Gründe für seine Entscheidung.

Monika Willich: Herr von Brandenstein, Sie sind Jahrgang 1953 und haben bereits Ihr Testament gemacht. Ist das nicht ein bisschen früh?

Nein, jeder, der etwas hat, sollte ein Testament machen. Zudem bin ich kinderlos. Und über mein Eigentum will ich selbst entscheiden. Das überlasse ich niemand anderem.

Monika Willich: Und was möchten Sie der Nachwelt hinterlassen?

Ich möchte, dass fortgesetzt wird, wofür ich mich seit nunmehr 18 Jahren engagiere: eine Kultur der Menschlichkeit in unserer Gesellschaft. Zehntausende Ehrenamtliche, die den Schwächsten helfen, vorbildlich und engagiert.

Monika Willich: Und darum stellen Sie nach Ihrem Tod auch Ihr Eigentum in den Dienst der Malteser?

Genau. Mein Vermächtnis soll den Fortbestand unserer Dienste sichern helfen. Die Krisenintervention im Rettungsdienst (KIT) zum Beispiel, die Jugendarbeit oder unsere Hilfe im Ausland. Besonders liegt mir das Wohl der Schwächsten, der Frauen und Kinder am Herzen. Das ist Hilfe, die mich wirklich begeistert!

Monika Willich: Gibt es noch etwas, dass Sie uns mit auf den Weg geben möchten?

Ich möchte jeden ermutigen, überhaupt ein Testament zu machen und es frühzeitig zu tun. Zu wissen, dass der eigene Nachlass sinnvoll geregelt ist, schenkt einem selbst großen inneren Frieden. Und bei den Hinterbliebenen werden Unsicherheit und Streit vermieden.

Portraitfoto von Malteser Präsident Dr. Constantin von Brandenstein