Unsere Projekte in Kolumbien

Hilfe für Ureinwohner

Kolumbien ist tief gezeichnet von der Gewalt der letzten 50 Jahre: Immer wieder aufflammende bewaffnete Konflikte zwischen Guerillas, Truppen der Regierung und Paramilitärs haben tiefe Wunden hinterlassen. Mehr als 6 Millionen Menschen wurden im Laufe der Konflikte Opfer von gewaltsamen Vertreibungen. 

Besonders die Ureinwohner des Landes und Afro-Kolumbianer auf dem Land haben schwer zu kämpfen: Während das gesamte Land zwar über ein mittleres Einkommen verfügt, sind diese Bevölkerungsgruppen weit abgehängt. Ihnen wird der Zugang zu Arbeit und Ressourcen oft verwehrt, daraus resultierend leiden viele an Armut und Unterernährung. Zudem ist die medizinische Versorgung in vielen Gegenden katastrophal.  

Kolumbien hat außerdem stark mit den Auswirkungen des Klimawandels zu kämpfen. Wetterextreme, Stürme und von der Abholzung des Regenwaldes begünstigte Erosionen und Erdrutsche nach starken Regenfällen bedrohen die Bevölkerung zunehmend. 

Unsere Projekte in Kolumbien konzentrieren sich vor allem auf die Ernährungssicherung für die indigenen Völker, ihre medizinische Versorgung sowie auf die Entwicklung von Strategien für den Klimawandel. 

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Geschichten aus unseren Projekten in Kolumbien

Werfen Sie einen Blick in unsere Hilfsprojekte in Kolumbien

Bauer auf seinem Maisfeld in Kolumbien
© Fotograf/in: Malteser International
Ein Dorf von Ureinwohnern in Kolumbien
© Fotograf/in: Malteser International
Eine Frau bekommt ein Zika-Präventionskit
© Fotograf/in: Malteser International
Kind beim Arzt in Kolumbien
© Fotograf/in: Malteser Interntional
Kinder eines indigenen Stammes in Kolumbien
© Fotograf/in: Malteser International
Kinder vor einer Hütte in Kolumbien
© Fotograf/in: Malteser International
Menschen aus Nepal freuen sich über Hilfe
Zerstörte Straße nach Erdbeben in Nepal

 

 

 

Hintergrundinfos: Kolumbien

Kolumbien zählt eigentlich zu den größten Wirtschaftsmächten Lateinamerikas mit einem stabilen Wachstum und guten Entwicklungsprognosen. Das größte Problem des Landes: Nicht alle Bevölkerungsgruppen können zu gleichen Teilen an diesen positiven Entwicklungen teilhaben. 

Besonders die indigene und afro-kolumbianische Bevölkerung im Norden des Landes wird von der Teilhabe ausgeschlossen. Unter anderem das hat zur Folge, dass die Schere zwischen Arm und Reich in Kolumbien besonders weit auseinandergeht. der Reichsten 20% der Bevölkerung gehören 62% des Einkommens, dafür leben ganze 18% unterhalb der Armutsgrenze. 

Doch nicht nur in puncto Einkommen werden die schwachen Bevölkerungsgruppen benachteiligt. Auch ihre Ansprüche auf Land werden nicht berücksichtigt und sie werden regelmäßig durch bewaffnete Konflikte, Guerillas oder Paramilitärs von ihren Ländereien vertrieben. Viele von ihnen sind nicht als Opfer von Vertreibungen registriert und können so auch nicht auf Entschädigungen der Regierung hoffen. 34 indigene Völker sind inzwischen aufgrund von Vertreibung aber auch Mord und Entführungen in ihrer Existenz bedroht. Von über 5 Millionen Binnenflüchtlingen in Kolumbien beträgt der Anteil der indigenen Bevölkerung daran rund 15%, wobei sie insgesamt nur 2% der Bevölkerung ausmachen. 96 % der Afrokolumbianer leben zudem unterhalb der Armutsgrenze. 

Ein weiteres Problem ist die extreme Umweltverschmutzung in Kolumbien, Das Land verfügt über die größten Kohlereserven Südamerikas. Doch deren Abbau wird unter Verletzung von Umweltstandards und Menschenrechten vorgenommen. Die Abbaumethoden sorgen in großen Gebieten für die Verschmutzung von Grundwasser mit Quecksilber oder Zyankali. Daraus resultieren Erkrankungen der Bevölkerung sowie der Verseuchung von Böden für die Landwirtschaft. 

Kolumbien ist außerdem eines der Länder, die am meisten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind. Grund dafür ist vor allem, dass große Teile der Küste nicht weit über dem Meeresspiegel liegen. Außerdem haben Abholzungen des Regenwaldes dazu geführt, dass schwere Stürme und Regenfälle leichter zu Erosionen und Erdrutschen führen können, die die Bevölkerung zusätzlich bedrohen.