Unsere Arbeit in Kambodscha

Das Königreich Kambodscha gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern Asiens. Grund für diesen enormen Rückstand ist vor allem eine von der Unabhängigkeit von Frankreich bis in die späten Neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts andauernde Periode von Kriegen und bewaffneten Auseinandersetzungen. Zusätzlich schwächte die repressive Schreckensherrschaft der Roten Khmer von 1975-1979 und der von ihnen verübte Völkermord an schätzungsweise rund 2 Millionen Opfern die Entwicklung des Landes.  

Unsere Projekte in Kambodscha

Unsere Arbeit in Kambodscha fußt auf jahrzehntelanger Erfahrung: Seit 1979 arbeiten wir mit Flüchtlingen, die vor den Roten Khmer aus dem Land fliehen mussten und die sich an der thailändisch-kambodschanischen Grenze niedergelassen haben. Zunächst waren wir dort vor allem im Gesundheitsbereich tätig, mit einem besonderen Schwerpunkt in der Behandlung und Prävention von Lepra. Nachdem sich die politische Lage in Kambodscha entspannte und viele Flüchtlinge in ihr Land zurückkehren konnten, zogen auch wir 1993 mit dem Projekt nach Kambodscha um. Dieses Projekt existiert immer noch und wird von einer auf Lepra spezialisierten Organisation des Malteserordens weitergeführt. Zusätzlich versorgten wir von 1997 bis 1999 etwa 25.000 Flüchtlinge in zwei Flüchtlingslagern medizinisch. 

1999 kehrten diese Flüchtlinge dann auch nach Kambodscha zurück. Seitdem leisten wir die medizinische Grundversorgung der Menschen und engagieren uns für den weiteren Ausbau des Gesundheitssektors im Nordwesten Kambodschas. Außerdem liegen die Schwerpunkte unserer Arbeit in der Ernährungssicherung und gesunden Ernährung der Menschen. Unsere Projekte befinden sich in den Provinzen Oddar Meanchey und Siem Reap.

Sie haben Fragen zum Projekt?
Schreiben Sie uns!

Geschichten aus unseren Projekten in Kambodscha

Werfen Sie einen Blick in unsere Hilfsprojekte in Kambodscha

Kinder aus Kambodscha waschen sich die Hände
Kind aus Kambodscha auf dem Arm des Vaters
Bauer aus Kambodscha
Überschwemmtes Haus in Kambodscha

 

 

 

Hintergrundinformationen Kambodscha

Kambodscha ist ein Land in Südostasien. Es ist umringt von Thailand, Vietnam und Laos, die Hauptstadt Pnomh Penh liegt im Süden des Landes. Kambodscha hat rund 16 Millionen Einwohner.

Berühmt und bekannt ist Kambodscha vor allem wegen der vielfältigen historischen Tempelanlagen in Angkor, Roluos, Banteay Srei und Prasat Preah Vihear. Diese gehören heute zum UNESCO-Weltkulturerbe und ziehen Touristen aus der ganzen Welt an. 

Trotz dieser reichen Geschichte und dem großen touristischen Potenzial hat Kambodscha mit vielen Problemen zu kämpfen. Nach Jahren des Bürgerkrieges nach der Unabhängigkeit von Frankreich und der Schreckensherrschaft der roten Khmer gehört das Land heute zu den ärmsten der Welt. Die meisten Kambodschaner arbeiten in der Landwirtschaft, dicht gefolgt von der Textilwirtschaft. In beiden Wirtschaftszweigen haben die Menschen unter schlechten Arbeitsbedingungen und niedrigen Löhnen zu leiden. 

Ein weiteres Problem ist die Bildung. Zwar garantiert der Staat jedem Kind per Verfassungsartikel einen 9-jährigen Schulbesuch, allerdings wird dieses Versprechen in den wenigsten Fällen eingelöst. Viele Menschen sind auch heute noch Analphabeten oder verfügen nur über eine geringe Bildung. Auch im medizinischen Sektor hat das Land einiges aufzuholen, so kommt beispielsweise nur ein Arzt auf rund 5.000 Menschen. Die größten Probleme sind die Verbreitung von HIV und Malaria. Zudem vertrauen viele Menschen gerade auf den Land noch auf die traditionelle Medizin und Schamanismus. 

Das Wirtschaftswachstum Kambodschas zeigt zwar einen positiven Trend, allerdings leidet die Wirtschaft immer wieder unter Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder auch Dürren, die vor allem durch den Klimawandel ausgelöst und beeinflusst werden.