Schwanger ohne Krankenversicherung

Schätzungen zu Folge haben rund 800.000 Menschen in Deutschland keine Krankenversicherung. Die Gründe sind vielfältig: Sie sind wohnungslos, haben keinen geregelten Aufenthaltsstatus, können aus einer Selbstständigkeit heraus ihre Beiträge nicht zahlen oder sich als Studenten höheren Semesters den Beitrag zur Kranken- und Pflegeversicherung nicht leisten. Die Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung hilft ihnen, egal ob ein Versicherungsschutz besteht oder nicht. Besonders für schwangere Frauen eine wichtige Anlaufstelle, die oft Leben rettet – von Müttern und Kindern.

Schwanger und nicht krankenversichert – zwischen Vorfreude und Angst

Die Schwangerschaft sollte eigentlich eine Zeit der Vorfreude sein: Vorfreude auf das Neugeborene, auf die Zeit als Mutter und als Familie. Doch wo selbst Mütter in einem geregelten Versicherungsverhältnis sich oft Sorgen machen, ob es ihnen und ihrem Kind tatsächlich gut geht, sieht es für Schwangere ohne Versicherungsschutz ungleich dramatischer aus: Sie können keine der 10 eigentlich empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, ohne die Kosten selbst zu tragen. Und das können sich die wenigsten leisten. Ihnen kann niemand die Sorgen um ihr Kind und sich selbst nehmen. Erkrankungen wie Schwangerschaftsdiabetes oder Probleme in der Entwicklung des Kindes können nicht rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Eine enorme Gefahr für Mutter und Kind. 

Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung hilft Schwangeren

Um Schwangeren ohne Krankenversicherung den Zugang zu Untersuchungen, ärztlicher Betreuung und natürlich einer sicheren Geburt zu ermöglichen, bietet die Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung an 18 Standorten spezielle gynäkologische Sprechstunden und Beratungen an. Dabei gelten unsere Bemühungen zunächst der Wiedereingliederung der Schwangeren in die Krankenversicherung. Oft kennen die Frauen ihre Rechte und Möglichkeiten nicht ausreichend, sodass in vielen Fällen ein Weg gefunden werden kann, einen Versicherungsschutz herzustellen. Ist es wirklich nicht möglich, der Frau zu einem Versicherungsverhältnis zu verhelfen, übernehmen die ehrenamtlichen Ärzte die Vorsorgeuntersuchungen und kümmern sich darum, für die Mütter rechtzeitig einen Platz zur Entbindung in einem Krankenhaus zu finden. So erblickten seit Bestehen der Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung bereits rund 1.400 Babys gesund das Licht der Welt unter der Obhut der ehrenamtlichen Ärzte. 

Projektinfos

Ärztin untersucht Baby von Mutter ohne Krankenversicherung

Wo: 18 Standorte in ganz Deutschland
Was: Versorgung von Schwangeren ohne Krankenversicherung

Jetzt spenden

und Schwangere und Mütter ohne Krankenversicherung unterstützen!

Diesen schwangeren Frauen* konnte die Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung helfen:

Mary, 25: Zwillingsschwangerschaft ohne Krankenversicherung

Mary aus Westafrika wurde von einem Bekannten nach Deutschland gelockt, der ihr ein Leben in Glück und Wohlstand versprach – sie am Ende aber zur Prostitution zwingen wollte. Mary konnte sich vor ihm in Sicherheit bringen, doch ihre Papiere bekam sie nie wieder zurück. Mary lernt in Deutschland einen Mann kennen, die beiden wollen heiraten. Doch das ist ohne Papiere unmöglich, genau, wie eine Krankenversicherung abzuschließen. Als Mary feststellt, dass sie schwanger ist, weiß sie zunächst nicht, wohin sie sich wenden kann. Dann erfährt sie von der Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung in Stuttgart. Dort können die Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden, die Ärzte stellen fest, dass Mary sogar Zwillinge erwartet. Umso besser, dass sie jetzt in ärztlicher Behandlung ist, denn Zwillingsschwangerschaften sind öfter mit Komplikationen verbunden. Doch Mary konnte bei der MMM in Stuttgart bestens betreut werden und hat schließlich gesunde Zwillinge zur Welt gebracht. 

Ärztin misst den Puls einer Schwangeren ohne Krankenversicherung

Neugeborenes Baby von Mutter ohne Krankenversicherung

Elisabeth: Überraschende Sturzgeburt bei der MMM

Elisabeth hatte keinen legalen Aufenthaltsstatus in Deutschland, weswegen ihr eine Krankenversicherung verwehrt bliebt. Sie kam extra mit dem Zug angereist, als sie von der Sprechstunde für Schwangere der Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung in Fulda erfuhr. Eine Strapaze, denn sie stand schon kurz vor der Entbindung! Was für eine gute Entscheidung diese Reise war, sollte ihr nur wenig später klar werden. Denn kaum bei der Sprechstunde angekommen, setzten überraschend Wehen ein. Zum Glück lag die Entbindungsstation direkt neben den Räumen der MMM. So konnte sie bereits kurze Zeit später ihr gesundes Baby in den Armen halten – ohne jemals zuvor auch nur eine Vorsorgeuntersuchung während der Schwangerschaft gehabt zu haben. 


Elena, 29: Frühgeburt ohne Krankenversicherung

Elena hörte zum Glück schon relativ früh von der Malteser Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung. Bereits seit dem fünften Schwangerschaftsmonat konnte sie von der MMM in Fulda betreut werden. Ein großes Glück, denn so war ihr Fall bereits bekannt, als im 7. Monat unerwartete Komplikationen auftreten und ihr Kind per Notkaiserschnitt auf die Welt geholt werden muss. Das Neugeborene musste zunächst noch vier Wochen im Brutkasten verbringen, eine Zeit des Hoffens und Bangens. Zum Glück kam die Mutter im nahegelegenen Wohnheim des Krankenhauses unter und konnte so Tag und Nacht in der Nähe ihres Kindes sein. Das ist wohl auch ein Grund, warum die Gesundheit des Babys sich schnell stabilisierte. So wurde am Ende alles gut und Mutter und Kind konnten wohlauf das Krankenhaus verlassen. 

Mutter ohne Krankenversicherung mit ihrem Baby im Brutkasten

*Namen zum Schutz der Frauen geändert