Mit dem Kirchentaxi zum Hochamt

Vor Ort, Helfer im Einsatz
Malteser Mitarbeiter mit seinen Kindern und mit einem älteren Ehepaar neben dem Kirchentaxi vor der Kirche.
Leo Olma (m.) und Anni Gödde (r.) nutzen regelmäßig das Kirchentaxi der Malteser. Zusammen mit Kai Uwe-Schulz und seinen Zwillingen Emma und Jakob freuen sie sich immer über weitere Mitfahrer. Foto: Malteser/Kaiser

Büren. Es ist kalt und diesig in Büren bei Paderborn. Keine fünf Grad zeigt das Thermometer an diesem Sonntag im Februar. 10:59 Uhr – die Glocken in der Pfarrkirche St. Nikolaus läuten schon. Und die meisten Gläubigen sitzen bereits in der Kirche, im Warmen, und warten auf Zelebrant Vikar Dr. Tobias Schulte. Da fährt Kai-Uwe Schulz, Stadtbeauftragter der Malteser, mit einem Bulli auf dem Kirchplatz vor. Zwei Senioren sitzen auf der Rückbank. Es muss jetzt schnell gehen, denn heute trifft das Kirchentaxi gerade noch rechtzeitig zum Hochamt ein. Kai-Uwe Schulz hilft den Fahrgästen beim Aussteigen. Gemeinsam gehen sie die letzten 15 Meter bis in die Kirche.

Mit dem Kirchentaxi ermöglichen die Malteser älteren Menschen aus der Gemeinde, sowie Menschen mit Krankheiten und Behinderungen, den Besuch der Sonntagsmesse. Christen, die nicht mehr gut zu Fuß sind wie Anni Gödde und Leo Olma. Frau Gödde lebt im Wohngebiet oberhalb vom Freibad. Für sie ist der Weg zur Kirche besonders beschwerlich, denn es geht steil bergab und bergauf. Seit sie aus gesundheitlichen Gründen den PKW-Führerschein und dann auch den E-Rolli abgeben musste, freut sie sich auf die wöchentliche Fahrt mit den Maltesern. Leo Olma ist zwar nicht auf einen Rollator angewiesen, aber er schafft den Weg zur Kirche ebenfalls nicht mehr zu Fuß. Und so nutzen beide Senioren gerne und regelmäßig das kostenfreie Kirchentaxi der Malteser.

„Interessierte Bürener, die in der Kernstadt wohnen, können sich immer gerne bei uns melden“, sagt Kai-Uwe Schulz. „Wir holen die Menschen Zuhause ab und bringen sie nach dem Gottesdienst natürlich auch wieder nach Hause.“ Bis zu sechs Personen haben im Auto Platz. Zusätzlich ist der Malteserbus mit zwei Helfern besetzt, die auch stark gehbehinderte Menschen stützen können, um ihnen die Mitfahrt zu ermöglichen. „Lediglich Rollstühle können wir nicht befördern, dazu ist unser Bulli einfach nicht ausgelegt“, sagt Schulz. Das Kirchentaxi-Angebot gibt es fast das ganze Jahr über; nur im August gehen das Taxi und seine Fahrer in die Sommerpause.

„Wir suchen auch immer Menschen, die sich als Fahrer des Taxis ehrenamtlich engagieren möchten“, sagt Schulz. Spaß daran haben, älteren Menschen eine Freude zu machen und einen PKW Führerschein Klasse B – das sollten Interessierte mitbringen. Von den Maltesern bekommen sie dann noch ein Fahrsicherheitstraining, bevor es losgehen kann.


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