MalTa-Treffs für Menschen mit beginnender Demenz

Nicht mehr in der Lage, den Alltag ganz alleine zu meistern aber noch lange nicht pflegebedürftig: Für Menschen mit einer beginnenden Demenz ist es schwierig, das richtige Hilfsangebot zu finden. Die MalTa-Tagestreffs schließen hier eine wichtige Lücke. Die Gäste werden liebevoll und individuell in den Treffs begleitet. Ihre Fähigkeiten werden gezielt gefordert und gefördert durch aktivierende Teilhabe und eine selbst bestimmte Tagesgestaltung unter Anleitung. Das Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern ist nach Silviahemmet geschult. Erfahren Sie hier alles über unsere Malteser-Tagestreffs für Menschen mit beginnender Demenz.

Routine und vertraute Gesichter – wichtig für Menschen mit Demenz

Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück. Anschließend ist Zeit für alltägliche Dinge wie Gesellschaftsspiele, Zeitung lesen, Gespräche oder Vorbereitung des Mittagessens. Jede und jeder nach seinen Interessen und Fähigkeiten. Nach dem Mittagessen bieten sich ein Spaziergang, eine Leserunde oder auch eine kurze Mittagsruhe an. Nach einer Stärkung durch Kaffee und Kuchen kehren die Gäste nach Hause zurück. Dieser strukturierte Tagesablauf gibt Menschen mit Demenz Halt und Sicherheit. Im MalTa-Tagestreff fühlen sie sich geborgen und haben keine Scheu, sich auszuprobieren. In diesem vertrauten Umfeld können wichtige Fähigkeiten genutzt und längst vergessen geglaubte reaktiviert werden.

Die Silviahemmet-Philosophie: liebevolle Begleitung und Unterstützung

Die MalTa-Tagestreffs arbeiten alle nach der Palliativen Philosophie nach Silviahemmet. Diese Philosophie ist die Grundlage der Arbeit der Silviahemmet-Stiftung, die 1996 von Königin Silvia von Schweden gegründet wurde. Sie stellt den an Demenz erkrankten Menschen in den Mittelpunkt und konzentriert sich bei der Begleitung auf die individuellen Symptome und Bedürfnisse jedes Einzelnen. Der Anspruch des MalTa-Teams ist es, jeden Gast so zu fördern, wie es seine Situation erfordert und ermöglicht. Damit das gelingt, lernen die Mitarbeitenden im MalTa die (Krankheits-) Geschichte, Vorlieben und Fähigkeiten jedes Gastes kennen. Das geschieht durch intensive Gespräche mit den Gästen und ihren Angehörigen.

Jeder macht mit – ganz nach den eigenen Interessen und Möglichkeiten

Dadurch, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tagestreffs die Gäste so gut kennen, können sie auch einschätzen, was jeder einzelne machen kann und will. Wichtig ist, dass sich alle einbringen können, aber nicht müssen. Wer mithelfen möchte, das Mittagessen zuzubereiten, ist gern in der Küche gesehen. Wer eine Runde Skat mit den anderen Gästen vorzieht, kann das tun. Wer ein bisschen Ruhe braucht, kann auch einfach mal ein Nickerchen im Sessel machen. Mit Rate- und Gesellschaftsspielen wird der Rückgriff auf das Gedächtnis gefördert.

Die Gäste sind bei allen Aktivitäten, die sie sich aussuchen, motiviert und mit vollem Einsatz dabei. Unterstützt wird dieses offene Konzept durch die Inneneinrichtung und Gestaltung des Tagestreffs: Die Treffs muten wie vertraute Wohnzimmer an, sind barrierefrei und fördern die Orientierung.

MalTa-Tagestreff – ein Erfolgskonzept

Das MalTa in Bottrop, 2012 als erstes derartiges Angebot für Menschen mit einer beginnenden Demenz in Deutschland eröffnet, wurde als erste Einrichtung außerhalb Schwedens von der Silviahemmet-Stiftung zertifiziert – ein Höhepunkt in der Kooperation zwischen den Maltesern und der schwedischen Stiftung. Das Zertifikat für den Tagestreff trägt die Unterschrift von Königin Silvia, der Stiftungsvorsitzenden.


Das Erfolgsmodell Tagestreff MalTa in Bottrop hat Schule gemacht. Inzwischen gibt es MalTas in München, Augsburg, Stuttgart-Esslingen und Hamm. Weitere sind in Planung.

Spenden für Menschen mit Demenz

Durch die regelmäßige Teilnahme, Begleitung und Förderung in den MalTa-Treffs kann das Fortschreiten einer Demenz verlangsamt werden. Außerdem erleichtern die Treffs den Alltag von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen enorm. Um diese Vorteile möglichst vielen Menschen mit Demenz zugänglich zu machen, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen! Die Kosten für die MalTa-Tagestreffs müssen wir zu einem Teil aus Spenden decken. Die Spenden finanzieren unter anderem die Ausbildung von ehrenamtlichem Maltesern in der Silviahemmet-Philosophie. Außerdem benötigen wir weitere Mittel, um Neueröffnungen von MalTa-Treffs in Deutschland voranzutreiben und ihre Ausstattung zu finanzieren. 

Mit Ihrer Spende tragen Sie dazu bei, dass die MalTa-Tagestreffs Menschen mit beginnender Demenz und ihren Angehörigen einen Anker im oft schwierigen Alltag bieten. Außerdem schenken Sie Menschen mit Demenz einen Ort mit liebe- und respektvoller Förderung und Begleitung. 

Bilder aus dem MalTa-Tagestreff

Übungen zur Förderung kognitiver Fähigkeiten bei Demenz
Kaffeetrinken im Demenz-Tagestreff Malta Bottrop
Begleiterin und Frau mit Demenz kochen Mittagessen
Frau mit Demenz macht Mittagsschalf
Mann mit Demenz spielt Mensch ärger dich nicht
Einrichtung des Tagestreffs für Menschen mit Demenz

Ein Beispiel: Malteser Tagestreff in Bottrop

Für den Tagesgast bietet MalTa:

  • eine familiäre Wohlfühl-Umgebung
  • gemeinschaftliche Tagesgestaltung
  • gemeinsame Zubereitung und Einnahme der Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Nachmittagskaffee)
  • anregende Mitmachangebote wie Musizieren, Lesen, Tanzen, Malen, Spielen
  • Spazierengehen und Gärtnern

Für Angehörige bietet MalTa

  • Unterstützung bei den alltäglichen Herausforderungen
  • Gesprächstreffs und Informationsabende zum Krankheitsverlauf
  • umfassende Beratungs- und Schulungsangebote
  • Nutzung des Malteser Netzwerkes mit weiterführenden Hilfsangeboten
  • gemeinsame Feste und Aktivitäten