Budapest 1989 - Zeitzeugen gesucht!

Erkennen Sie sich wieder?

Wir suchen Zeitzeugen, die im Spätsommer 1989 in einem der Malteser Zeltlager als DDR-Flüchtlinge in Budapest waren. Vielleicht erinnern Sie sich noch an spannende Details aus den turbulenten Tagen rund um die Zugliget-Kirche. Am 10./11. September (10-18h) findet dazu eine Open-Air-Ausstellung samt originaler Mini-Zeltstadt auf dem Dorothea-Schlegel-Platz in Berlin statt. Wenn Sie sich auf einem dieser Fotos wiedererkennen oder auch einfach dabei waren, melden Sie sich gern bei uns:
zeitzeugen(at)malteser(dot)org

Malteser Zeltlager für die DDR-Flüchtlinge

1989: Budapest

36.000 Ungarn-Urlauber aus der DDR erzwingen im August und September 1989 durch ihr Ausharren in der deutschen Botschaft in Budapest ihre Ausreise in die Bundesrepublik. Innerhalb kürzester Zeit bauen die Malteser ein Zeltlager auf und übernehmen ihre Versorgung und medizinische Betreuung.

Malteser helfen an einem Wendepunkt der Geschichte

Immer mehr ausreisewillige DDR-Bürger, darunter viele Familien mit Kindern, warten im August 1989 in Budapest im Bereich der deutschen Botschaft und auf dem Grundstück der Zugliget-Pfarrei auf eine Weiterreise in die Bundesrepublik. Am 16. August spricht Hilfsdienst-Generalsekretär Johannes Freiherr Heereman in Budapest mit Vertretern der deutschen Botschaft und der Leitung des Ungarischen Malteser-Caritas-Dienstes - Pfarrer Imre Kosma und Csilla Freifrau von Boeselager - über weitere Hilfe für die DDR-Flüchtlinge. Danach rollt der personelle und materielle Einsatz des Malteser Hilfsdienstes an zur Unterstützung der Malteser und als Direkthilfe für die DDR-Bürger. Es entsteht ein Zeltlager im Garten der Zugliget-Kirche, wo die Flüchtlinge von den Maltesern versorgt werden. Paderborner Malteser, die sich zufällig auf dem Weg zu ihren ungarischen Partnern befinden, beteiligen sich unmittelbar daran.

Insgesamt flohen im Sommer und Herbst 1989 mehr als 55.000 DDR-Bürger über die Zeltlager rund um die Zugliget-Kirche in die Bundesrepublik Deutschland, bevor wenig später auch in Deutschland die Grenze fällt.

Informationszelt des Malteser Zeltlagers.
Imre Kosma, Wolfgang Wagner und Csilla Freifrau von Boeselager

Schnelle Entscheidung und glückliche Fügung

Csilla von Boeselager überbringt den Flüchtlingen die ersehnte Botschaft.

Johannes Freiherr Heereman berichtet von der Hilfe in Budapest

Wolfgang Wagner, Stadtgeschäftsführer und Katastrophenschutz-Referent des Malteser Hilfsdienstes in München, leitete das Zeltlager in Budapest.

Als Helfer ins Lager nach Budapest.

Licht am Ende des Tunnels.

Wolfgang Wagner berichtet, wie die Stasi im Lager den Kürzeren zog.

Manche Flüchtlinge erreichen das Lager unter Lebensgefahr.

Die wunderbare Wolldeckenvermehrung.