Ambulante Pflege: Hilfe in den eigenen vier Wänden

Die Ambulante Pflege der Malteser bietet Ihnen fachlich kompetente Pflege und Betreuung in Ihren eigenen vier Wänden. Wir leisten Hilfe, wann immer Sie Hilfe benötigen, und haben für Ihre Probleme stets ein offenes Ohr. So tragen wir dazu bei, Ihnen ein weitgehend eigenständiges Leben in Ihrem Zuhause zu ermöglichen.

Das Verhältnis zwischen Patient und ambulanter Pflege muss in hohem Maße von Vetrauen geprägt sein. Wir betreuen Sie mit festen Bezugspersonen, die Sie zu den mit Ihnen abgestimmten Zeiten zu Hause aufsuchen. Darauf können Sie sich verlassen.

Mit uns haben Sie einen Ansprechpartner für alle Leistungen.

  • Wir gewährleisten eine durchgängig hohe Qualität in Pflege und Beratung.
  • Wir versorgen und betreuen jeden Patienten in vertrauensvoller Kooperation mit dem Hausarzt.
  • Wir haben große Erfahrungen mit der Pflege nach einem Krankenhausaufenthalt.
  • Wir sind anerkannter Vertragspartner aller Kranken- und Pflegekassen.

Wer kann ambulant gepflegt werden?

Wenn Sie pflegebedürftig sind, können Sie ambulante Pflegeleistungen beantragen.

Pflegebedürftig (gemäß § 14 des Sozialgesetzbuches XI), im Sinne dieses Buches sind Personen, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten aufweisen und deshalb der Hilfe anderer bedürfen. Es muss sich um Personen handeln, die körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbstständig kompensieren oder bewältigen können. Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer, voraussichtlich für mindestens sechs Monate, und mindestens auf der in §15 festgelegten Schwere bestehen.

In der ambulanten Pflege werden alle Pflegeleistungen zu Hause in der gewohnten Umgebung erbracht. Die Pflegeleistungen sind im Sozialgesetzbuch (SGB) XI und XII geregelt. Die häusliche Pflege hat Vorrang vor der stationären Pflege. Häusliche Pflege kann von einem Pflegedienst, von Familienangehörigen, Freuden oder Nachbarn geleistet werden.

Am 01. Januar 2017 trat das Pflegestärkungsgesetz II (PSG II) in Kraft. Der Schwerpunkt des PSG II liegt in der Umsetzung des lang erwarteten neuen Begutachtungsverfahrens und auf den neuen Pflegegraden. Statt der bisherigen drei Pflegestufen wird es fünf neue Pflegegrade geben, die eine gerechtere, individuellere Begutachtung und Einstufung der Pflegebedürftigen ermöglicht. Bei der Begutachtung der Pflegebedürftigen werden künftig neben körperlichen Einschränkungen insbesondere Einschränkungen in der Alltagskompetenz berücksichtigt.

Das entscheidende Kriterium ist der Grad der Selbständigkeit des Pflegebedürftigen. Je nach Grad der Pflegebedürftigkeit gehört der Pflegebedürftige  einer der fünf Pflegegrade an:

Pflegegrad 1
Geringe Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten

  • Ganz neu: Personengruppe, die bisher nicht erfasst wurde!
  • Pflegegrad 1 steht Versicherten zu, die oft im geringen Maß körperlich eingeschränkt sind

Pflegegrad 2
Erhebliche Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten

  • Personen, die in Pflegestufe 0  mit eingeschränkter Alltagskompetenz eingestuft waren  
  • Personen, die in Pflegestufe I ohne eingeschränkte Alltagskompetenz eingestuft waren

Pflegegrad 3
Schwere Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten

  • Personen, die in Pflegestufe I mit eingeschränkter Alltagskompetenz eingestuft waren
  • Personen, die in Pflegestufe II ohne eingeschränkte Alltagskompetenz eingestuft waren

Pflegegrad 4
Schwerste Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten

  • Personen, die in Pflegestufe II mit eingeschränkter Alltagskompetenz eingestuft waren
  • Personen, die in Pflegestufe III ohne eingeschränkte Alltagskompetenz eingestuft waren

Pflegegrad  5
Schwerste Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung

  • Personen, die in Pflegestufe III mit eingeschränkter Alltagskompetenz eingestuft waren
  • Personen, die in Pflegestufe III H (Härtefall) eingestuft waren
  • Personen mit einer besonderen Bedarfskonstellation (Gebrauchsunfähigkeit beider Arme und beider Beine)

Selbstverständlich können Sie die ambulante Pflege eines Pflegedienstes auch dann in Anspruch nehmen, wenn Sie keinen oder noch keinen Pflegegrad haben. Für die erbrachten Leistungen erhalten Sie am Ende eines Abrechnungszeitraums eine Rechnung. Welche Leistungen Sie in Anspruch nehmen, legen wir mit Ihnen in einem ausführlichen Gespräch fest.

Überleitung

Alle Pflegebedürftigen mit einer Pflegestufe werden automatisch übergeleitet. Pflegebedürftige ohne eingeschränkte Alltagskompetenz machen einen einfachen Stufensprung, z. B. von der Pflegestufe 1 in Pflegegrad 2. Pflegebedürftige mit eingeschränkter Alltagskompetenz machen einen doppelten Stufensprung, z. B. von Pflegestufe 1 in Pflegegrad 3.

Diese Leistungen bieten wir Ihnen an:

  • Grundpflege
    Körperpflege, betten, lagern, ankleiden, mobilisieren
  • Behandlungspflege
    Verbände, Injektionen, Blutdruck- und Blutzuckerkontrollen, Drainagen, Katheterversorgung, Stoma-Pflege
  • Betreuungsleistung
    Begleitung zu Ärzten und Behörden, Begleitung zu Freizeitangeboten, Spiele und Gespräche zu Hause, gemeinsame Gestaltung des Tages
  • Überleitungspflege
    Nach einem Krankenhausaufenthalt oder einer ambulanten Operation unterstützen wir Sie beim Wechsel nach Hause und pflegen Sie – auch für einen begrenzten Zeitraum.
  • Pflegepflichteinsätze
    Pflegende Angehörige erhalten von uns die notwendigen Nachweise entsprechend § 37, 3 SGB XI.
  • Verhinderungspflege
    In Krankheits-/Urlaubszeiten vertreten wir Ihre pflegenden Angehörigen – auch stundenweise.
  • 24-Stunden-Erreichbarkeit
    Rund um die Uhr sind wir für unsere Patientinnen und Patienten da.
  • Hauswirtschaftliche Versorgung
    Wir kümmern uns auch um Ihren Haushalt, wenn Sie es nicht mehr können.
  • Beratung
    Wir beraten Sie in allen Fragen der Pflege (zum Beispiel Wohnumfeldanpassung, Hilfsmittelversorgung) und leiten pflegende Angehörige an.
  • Zusatzleistungen
    Schmerztherapeutische und palliativmedizinische Hilfen
    Notruf per Knopfdruck
    Ihr tägliches Mittagsmenü/Mahlzeitendienst
    Kranken- und Behindertentransporte