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Malteser in Deutschland

Südsudan: Schlechte Gesundheitsversorgung - Malteser bauen neue Gesundheitszentren

05.07.2012
Sauberes Trinkwasser ist ein wichtiger Baustein in der Gesundheitsversorgung.

Köln. Ein Jahr nach der Unabhängigkeitserklärung des Südsudan weist Malteser International auf die dramatische medizinische Unterversorgung im jüngsten Staat Afrikas hin. Die Entwicklung im Gesundheitsbereich bleibt weit hinter dem drängenden Bedarf des Landes zurück. „In diesen Wochen sterben in den unzugänglichen Gebieten überdurchschnittlich viele Kinder an akuter Malariainfektion, da weder ausreichend Medikamente noch medizinisches Personal zur Verfügung stehen“, berichtet Wiltrud Gutsmiedl, Südsudan-Referentin bei Malteser International, die vor kurzem nach Deutschland zurückgekehrt ist. „Viele Mitarbeiter staatlicher Gesundheitseinrichtungen haben seit Monaten kein Gehalt vom Staat mehr bekommen, arbeiten aber trotzdem weiter“, beschreibt Gutsmiedl die schwierige Situation im Land. Anfang des Jahres hatte die Regierung die Ölförderung eingestellt und damit die wichtigste Einnahmequelle versiegen lassen.

Im südsudanesischen Projektgebiet der Malteser, in den Regionen Western Equatoria und Lakes State, leben über eine Million Menschen. Allein in den vergangenen zwölf Monaten haben die Malteser im Umkreis der Städte Maridi und Rumbek 35 neue Gesundheitszentren fertiggestellt oder mit dem Bau begonnen und diese mit Latrinen, Brunnen und Regenwassersammelanlagen ausgestattet. Die Mitarbeiter der staatlichen Gesundheitseinrichtungen wurden zu Themen wie Mutter-Kind-Gesundheit oder dem Einsatz von Arzneimitteln geschult. Malteser International stellt die regelmäßige Gehaltszahlung für das medizinische Personal sicher, setzt Dorfgesundheitshelfer und traditionelle Hebammen in weit entlegenen Regionen ein und beschafft Medikamente und Verbrauchsmaterialien für die Gesundheitszentren. In einer Laborschule in Rumbek haben im vergangenen Jahr 21 zukünftige Labortechniker ihre zweijährige Ausbildung begonnen, weitere 19 Studenten wurden zum Jahresbeginn neu aufgenommen.

Unterstützt wird Malteser International durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), den Basic Service Fund im Südsudan (BSF), die Spanische Regierung, die Malteser in der Erzdiözese Köln und private Spender.

Achtung Redaktionen:
Wiltrud Gutsmiedl,
Südsudan-Referentin bei Malteser International, steht für Interviews zur Verfügung. Vermittlung unter 0221 / 98 22-125.

Die Malteser rufen zu Spenden für ihre Arbeit im Südsudan auf:
Malteser Hilfsdienst e. V.
Konto 120 120 001 2
Bankleitzahl 370 601 20, Pax-Bank
Stichwort: „Südsudan“
Oder online: www.malteser-spenden.de
 

Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 100 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org

Weitere Informationen:
Dr. Claudia Kaminski, Malteser Pressesprecherin,
Telefon 0221/9822-125, Fax 0221/9822-78 125;
presse(at)malteser(dot)org; www.malteser.de

Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax Bank  |  IBAN: DE 1037 0601 2012 0120 0012  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7