| Geistig-religiöse Grundlagen - Das Malteser Gebet |
| Das Malteser Gebet |
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Das Malteser Gebet ist eine komprimierte Zusammenfassung der Malteser Spiritualität. Um es in seiner Dichte zu entflechten und Mitarbeitern vertraut zu machen, können die einzelnen Sätze nacheinander betrachtet werden (= erläuternd gebetet werden).
Jesus Christus, du rufst mich, weil Du Zutrauen zu mir hast. Deine Liebe fordert mich zum Dienst und zum Glauben in Gemeinschaft. Malteser sein – das ist nicht ein Zufall, sondern Dein Plan! Dafür danke ich Dir!
Herr, ich darf mich Dir zuwenden mit meinen Anliegen und auf die Gemeinschaft derer zählen, die bereits vor mir den Weg der Liebe gewählt haben. Mit Maria, die sich ganz auf Dein Wort eingelassen hat, will ich Deinen Willen tun, wie Johannes, der Rufer in der Wüste, will ich mich immer wieder neu bekehren und wie Gerhard, unser Ordensgründer, will ich dir begegnen in den alltäglichen Begegnungen und vor allem mit den Geringsten. Sie und alle, die zu Dir gehören, sind meine Fürsprecher und bewahren mich mir selbst alles zuzutrauen.
Du bist mir treu, Herr, und hälst zu mir. Auch ich will treu mit meinen Möglichkeiten sein und am Aufbau unserer Gemeinschaft mitwirken. Herz und Verstand, Denken und Handeln will ich in den Dienst unserer Gemeinschaft stellen, um Deinen Auftrag zu erfüllen.
Ich will meinen persönlichen Glauben gern prüfen am Zeugnis Deiner Kirche, die von Deinen Weggefährten, den Aposteln, ausgegangen ist. Deine Hilfe ist notwendig. Sie wendet die Not – auch die Not Deiner Kirche. Nur so kann ich - können wir - "glaub-würdig" leben. Reden von dem, der mein Herz erfüllt, der die Liebe ist: Du selbst Herr. Und Liebe auch im Kleinen leben. Dich in jedem – auch dem geringsten und abstoßendsten Menschen erkennen – un Deiner Liebe entschieden Antwort geben – das will ich tun, Herr. Dazu ist nicht selten auch Hintergrundarbeit unverzichtbar. Lass mich den konkreten Menschen hinter meiner Arbeit erkennen.
Manchmal kostet es mir viel, Malteser zu sein: Kraft, Zeit, Zurückstecken und Zulassen, dass ich vielleicht ausgenutzt werde. Doch aufrecht und ohne mich auf eigene Ehre in den Vordergrund zu schieben, will ich Deine frohe Botschaft bezeugen und leben. Lass mich dabei immer wieder neu Kraft in Dir finden.
So zu leben, wird mein Beitrag sein, dass Friede wächst, dass die Menschen näher zusammenrücken und immer mehr eins werden in Dir. Dies ist Dein Wunsch. Und das Gute, das uns daraus erwächst, gereicht Dir zu größerer Ehre. So dass alle Welt bekennt: Jesus Christus ist der Herr – zu Ehre Gottes des Vaters. Amen. |
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