Gründung der Hospitalbruderschaft des Hl. Johannes zu Jerusalem mit einem Hospiz zur Pflege erkrankter Pilger und einer Kirche wahrscheinlich durch süditalienische Kaufleute. Ihr erster Vorsteher wird Bruder Gerhard.
Einnahme Jerusalems durch das Kreuzfahrerheer des ersten Kreuzzugs und Erweiterung des Hospitals. Viele Ritter schließen sich der Bruderschaft an und leiten damit die Entwicklung zu einem Ritterorden ein.
Genehmigung der ersten Ordensregel durch Papst Paschalis IL Die Ordensritter (damals „Hospitalritter“ oder „Johanniter“ genannt) übernehmen neben der Krankenpflege den bewaffneten Pilgerschutz und die Verteidigung des Hl. Landes.
Erstmalige Einführung einer Vollversorgung der Kranken in der Ordensregel des Raymond du Puy (um 1140) und der Hospitalordnung des Roger de Moulins (1181).
Ausgehend von dem Jesuswort im Matthäusevangelium (25,40): „Was ihr für einen der geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ werden die Kranken als „Herren Kranke“ bezeichnet. Diese Sicht der Kranken und die Bewertung des Dienstes am Hilfsbedürftigen als Dienst an Christus selber wird bestimmend für die Spiritualität des Ordens.
Verlust von Akko, der letzten Bastion im Hl. Land, und Rückzug des Ordens nach Zypern.
Besetzung der Insel Rhodos; Wiederaufbau der Hospitaldienste und Errichtung eines Hospitals mit einer Krankenpflegeschule in Rhodos; Ausbau starker Befestigungsanlagen gegen die Türken und Ausbau einer Flotte.
Der Orden wird reorganisiert, um die Verwaltung der weiter steigenden Zahl von Niederlassungen (Kommenden) in Europa zu verbessern.
Die Repräsentanz der verschiedenen Regionen (Zungen) in der Regierung des internationalen Ordens wird durch die Zuweisung verschiedener Aufgaben gewährleistet.
Nach mehreren Angriffen und Belagerungen durch die übermächtigen Türken muss Rhodos aufgegeben werden.
Der Orden erhält von Kaiser Karl V die Insel Malta und nimmt seine bisherigen Aktivitäten wieder auf. Eiligst werden ein Hospital und Befestigungen errichtet.
Die Belagerung durch eine große türkische Übermacht bricht zusammen. Dieser Erfolg ist neben der Tapferkeit der Ritter auf die fortschrittliche Wundmedizin und Hygiene zurückzuführen.
In der Seeschlacht von Lepanto werden die Türken unter Beteiligung der Ordensflotte vernichtend geschlagen. Nach Wegfall der äußeren Bedrohung durch die Türken beginnt ein schleichender moralischer Niedergang des Ordens. Medizin und Krankenpflege werden jedoch weiter ausgebaut.