Unsicher in Erster Hilfe? Jetzt kann das Handy helfen
Vier Münchner Studenten haben einen weit verbreiteten Bedarf erkannt und daraus eine Produktidee entwickelt. Fast jeder in Deutschland hat irgendwann einmal Erste Hilfe gelernt. Aber vielen ist gar nicht wohl bei dem Gedanken, tatsächlich zu einem Notfall zu kommen und Erste Hilfe leisten zu müssen: Wie ging das nochmal? Mache ich auch nichts falsch? Schießt es einem durch den Kopf. Doch dagegen kann in Zukunft das Handy helfen.
Denn die innovativen Vier haben eine Erste-Hilfe-Software für Handys entwickelt. Das lag nahe, schließlich ist einer von ihnen Erste-Hilfe-Ausbilder beim Malteser Hilfsdienst. Die Software wird direkt auf dem Java-fähigen Mobiltelefon installiert und ist so auch verfügbar, wenn das Handy keinen Empfang hat. „M-AID“, wie das potenziell lebensrettende Programm heißt, wird durch Aufruf im Menü des Handys gestartet. Durch einfache Abfragen zum Zustand des Patienten wird der Ersthelfer zu den richtigen Maßnahmen geleitet. Klare Kurztexte und aussagefähige Bilder, entwickelt mit Unterstützung des Malteser Hilfsdienstes, helfen dann beim Helfen.
Mit Starthilfe von der TU München haben die vier Jungunternehmer die BiTOS GmbH gegründet. Für den Vertrieb von M-AID nutzt das Startup das Internet: Unter www.m-aid.de kann die Erste-Hilfe-Software für fünf Euro erworben werden. Hinzu kommen Versandkosten von einem Euro für die vom Medizinproduktegesetz vorgeschriebene gedruckte Gebrauchsanweisung, die zusammen mit dem individuellen Download-Code nach Zahlungseingang zugeschickt wird.
M-AID bestellen: www.m-aid.de
Ein Interview mit einem Ersthelfer, der M-AID bei einem Notfall erfolgreich eingesetzt hat, finden Sie hier zum Download (pdf/9 KB). |