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Loveparade 2010: Politiker informieren sich über Gesundheitszustand der Patienten im Malteser Krankenhaus St. Anna
26.07.2010

Am Tag nach den dramatischen Ereignissen bei der Loveparade informierten sich Bundes- und Landespolitiker im Malteser Krankenhaus St. Anna über die medizinische Versorgung und den Gesundheitszustand der dort behandelten Patienten. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, NRW-Innenminister Ralf Jäger, Bundesjugendministerin Kristina Schröder und Kanzleramtsminister Ronald Pofalla sprachen mit den behandelnden Ärzten sowie einem betroffenen Patienten, der bei der Massenpanik einen Unterschenkelhalsbruch erlitt.

Nach ihren Gesprächen mit den Ärzten und dem Patienten zeigte sich Ministerpräsidentin Hannelore Kraft tief bewegt: „Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten den Angehörigen der Verstorbenen und den Verletzten. Es muss jetzt eine strukturierte Aufarbeitung erfolgen, wie es zu dem Unglück kommen konnte, damit solche Katastrophen zukünftig verhindert werden.“

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger, selbst Duisburger, sprach seinen Dank an die vielen Helfer aus: „Das war ein sehr schwieriger Einsatz für alle Hilfskräfte. Neben den vielen Mitarbeitern in den Kliniken gilt unser Dank auch den vielen Helfern der Hilfsorganisationen, die zur medizinischen Versorgung der Teilnehmer bereits planmäßig 1.400 Einsatzkräfte aus ganz Deutschland nach Duisburg entsendet hatten. Nach der Alarmierung war eine Vielzahl an Rettungskräften vor Ort, um den Verletzten medizinische, aber auch psychologische Hilfe zu leisten.“

Die beiden Malteser Krankenhäuser in Duisburg versorgten knapp 100 Teilnehmer der Loveparade, die mit den unterschiedlichsten Verletzungen von Prellungen und Knochenbrüchen bis hin zu massiven Bauchtraumen eingeliefert wurden. Etwa 60 Patienten mussten stationär aufgenommen werden, davon sind aktuell noch zehn aufgrund ihrer schweren Verletzungen in den Malteser Krankenhäusern.

Auf den Einsatz hatten sich die beiden Duisburger Malteser Krankenhäuser gut vorbereitet: Mehr als 50 Mitarbeiter aus Medizin, Pflege, Logistik und Administration waren zusätzlich im Einsatz und die Kapazitäten der Notaufnahmen wurden durch Zelte deutlich erweitert. Nachdem die Medien über die eskalierte Situation berichteten, eilten auch viele Mitarbeiter, die nicht zum Rufdienst eingeteilt waren, in die Malteser Krankenhäuser und unterstützen ihre mit großem Einsatz arbeitenden Kollegen bis weit in die Morgenstunden.

 

Journalistenkontakt: Annette Debusmann, Telefon 0203 755-1602, annette.debusmann@malteser.org



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