In unserer eigenen Schule für Logopädie bilden wir jedes Jahr qualifizierte Logopädinnen und Logopäden aus.

Nachfolgend finden Sie weitere Informationen zu folgenden Themen:

 Berufsbild Logopädin/Logopäde

 Ausbildung an der Schule für Logopädie'

 Bewerbung

Weitere Einrichtungen > Schule für Logopädie

So erreichen Sie uns:


Schule für Logopädie
Telefon: 0203/755-1358 oder -1357 (AB)

Leitung

Karin Jochimsen

 Informationsflyer zur Ausbildung

Informationsveranstaltungen der Schule für Logopädie 2010

28. Januar 
  4. März
18. März
  6. Mai
17. Juni
19. August
30. September
4. November

jeweils um 15 Uhr

Anmeldung: Ute Schumann, Telefon: 0203/755-1355


Jeweils eine Stunde vor und eine Stunde nach der Informationsveranstaltung können - nach vorheriger Terminabsprache - kostenlose Untersuchungen der Stimme und der Mundfunktion in Anspruch genommen werden. Anmeldung dafür bitte auch bei Ute Schumann.

Zum Berufsbild der Logopädin/des Logopäden
Die Sprache und die Fähigkeit sich mitzuteilen sind ein wesentliches Merkmal des Menschen - zudem ein wichtiges Element sozialer Identität in unserer heutigen Kommunikationsgesellschaft. Menschen ohne Sprache oder Stimme geraten allzu schnell ins gesellschaftliche Abseits; ihre soziale und berufliche Existenz ist bedroht. Kontaktschwierigkeiten und Vereinsamung sind häufig die Folge.
Logopäden gehören zur Gruppe der nicht-ärztlichen Medizinal-Fachberufe, die durch gezielte Behandlung die Kommunikationsfähigkeit von Patienten aller Altersstufen wiederherstellen oder verbessern.
Ihre Tätigkeit umfasst die Befunderhebung, die eigenständige Planung und Durchführung der Therapie. In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen wird die Therapie mit den Patienten ergänzt durch die Anleitung und Beratung der Eltern und anderer Erziehungspersonen (z.B. Lehrer, Erzieherinnen).
Logopäden kooperieren eng mit Phoniatern, HNO-Ärzten, Kinderärzten und Neurologen, da sie im Wesentlichen Patienten mit folgenden Störungsbildern behandeln:

  • Kinder mit Entwicklungsstörungen
  • Störungen des Redeflusses (Stottern und Poltern)
  • Hörstörungen im Kindesalter mit Beteiligung der Sprachentwicklung
  • Störungen der Nasalität, z.B. bei Lippen-, Kiefer- oder Gaumenspalten
  • Stimmstörungen organischer, funktioneller und psychischer Ursachen
  • Störungen organischer, funktioneller und psychischer Ursachen
  • Sprach-/Sprechstörungen neurologischer Genese, z.B. nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Verletzungen
  • Sprech- und Stimmverlust nach operativer Entfernung des Kehlkopfes
  • Schluckstörungen (funktionelle und neurologische Ursachen)

Tätigkeitsbereiche
Logopäden sind in klinischen Einrichtungen tätig, z.B. Fachkliniken für Sprach-, Sprech-, Stimm- und Hörerkrankungen sowie in Rehabilitationskliniken, Gesundheitsämtern, Sprachheilambulanzen und Fachabteilungen für HNO-Krankheiten, Neurologie, Pädiatrie und/oder Kinderpsychiatrie. Im Bereich der Sonderpädagogik arbeiten Logopäden in Kindertagesstätten, Sprachheilkindergärten und -schulen und in Einrichtungen für Erziehungsberatung. Als Lehrlogopäden bilden sie an Fachschulen für Logopädie aus. Staatlich anerkannte Logopäden/Logopädinnen können in eigener Praxis tätig werden.

Ausbildung
Inhalte der Ausbildung
Der theoretische Unterricht umfasst 1.740 Stunden in den Fächern Anatomie, Physiologie, Pathologie, Kieferorthopädie, Chirurgie, HNO-Heilkunde, Phoniatrie, Logopädie, Stimmbildung, Sprecherziehung, Phonetik, Linguistik, Psychologie, Audiologie und Pädaudiologie, Elektro- und Hörgeräteakustik, Kinderheilkunde, Neurologie, Psychiatrie, Pädagogik, Sonderpädagogik, Soziologie, Berufs-, Gesetzes- und Staatsbürgerkunde.
Die praktische Ausbildung mit insgesamt 2.100 Stunden beinhaltet in den verschiedenen Störungsbildern Übungen zur Befunderhebung und Therapieplanung sowie die Beratung von Patienten und Angehörigen und die selbständige Durchführung von Behandlungen unter fachlicher Anleitung, die an der Schule für Logopädie stattfinden.
Daneben absolvieren die angehenden Logopädinnen/Logopäden während der 3-jährigen Ausbildung mehrere externe Praktika in klinischen Einrichtungen und logopädischen Praxen.
Ziel der Ausbildung
Die Ausbildungsteilnehmer sollen als Angehörige eines therapeutischen Berufs eigenständig die logopädische Befunderhebung, Therapie und Beratung bei Patienten mit Sprach-, Sprech-, Stimm- und Hörstörungen durchführen. Sie sollen in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt und auf dessen Verordnung hin in ihrem Bereich selbstständig und eigenverantwortlich tätig sein.
Dabei sollen sie Erwachsene, Jugendliche, Schul-, Vorschul- und Kleinkinder einzeln oder in Gruppen behandeln können. Die Ausbildungsteilnehmer sollen über ausreichende Erfahrungen und Fähigkeiten und über medizinische Kenntnisse, insbesondere über Arten, Formen, Auswirkungen aller Hör-, Sprech- und Sprachstörungen, verfügen. Sie sollen in der Lage sein, in Zusammenarbeit mit anderen Therapeuten und Institutionen die zur Besserung und Heilung notwendigen weiterführenden Maßnahmen zu veranlassen.
Beginn, Dauer und Abschluss
Die Ausbildung in einem Kurs mit jeweils zehn Teilnehmern beginnt jährlich zum 1. Oktober. Die Dauer der Ausbildung beträgt drei Jahre. Andere Zeiten der Aus- und Weiterbildung können nicht angerechnet werden. Die Ausbildung schließt mit einer staatlichen Prüfung (Staatsexamen) ab.

Bewerbung
Zugangsvoraussetzungen

  • Fachoberschulreife oder eine nach dem Hauptschulabschluss (mit Qualifikation) abgeschlossene, mindestens zweijährige Ausbildung
  • vollendetes 18. Lebensjahr
  • keine Eintragungen im polizeilichen Führungszeugnis

Die Mehrzahl der Auszubildenden beginnt die Ausbildung nach dem Abitur oder nach der Fachoberschulreife und einer abgeschlossenen Ausbildung in einem pädagogischen oder medizinischen Beruf. Empfehlenswert ist ein Praktikum in einer sozialen, pädagogischen, medizinischen oder therapeutischen Einrichtung. Nach Vorlage der Bewerbungsunterlagen wird ein schulinternes Auswahlverfahren durchgeführt.
Finanzierung und Förderung
Ein Schulgeld muss zurzeit nicht entrichtet werden. Im Einzelfall ist auch eine Umschulung mit Förderung durch das zuständige Arbeitsamt möglich.
Bewerbungsunterlagen
Die Bewerbungsunterlagen sollten enthalten:

  • Lebenslauf
  • aussagekräftiges Bewerbungsschreiben
  • Schul- und Ausbildungszeugnisse
  • evtl. Praktikumsnachweise
  • Lichtbild

Bewerbungsfrist: Bewerbungen können jederzeit eingereicht werden; sie müssen spätestens am 30. Juni des jeweiligen Ausbildungsjahres eingegangen sein.

Bewerbungen an:

Malteser Krankenhaus St. Anna
Schule für Logopädie
Albertus-Magnus-Straße 33
47259 Duisburg

malteser.de  
Malteser Krankenhaus
St. Anna